Arash - Arash - Cover
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Arash Arash


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 50 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit seiner Debütsingle „Boro Boro” landete Arash einen der Sommerhits des Jahres 2005. Der Song chartete fast überall in Europa, wobei er besonders im Osten und Südosten des Kontinents zu den Abräumern des Jahres gehörte. Auch in Deutschland kam das Lied bis auf Platz 11 in den Media Control Charts. Grund für den Überraschungserfolg des 28-Jährigen Iraners, der seit den 80er Jahren in Schweden lebt, ist der ungewöhnliche Mix aus persischen Klängen, HipHop-Beats und poppigen Melodien, die ganz offenbar den Zeitgeist getroffen haben.

Dabei sah es lange so aus, dass der passionierte Musiker (Arash schreibt und produziert seine Tracks in Eigenregie) seiner Liebe zur Musik nicht mehr nachgehen könnte. Denn wie aus heiterem Himmel verlor Arash seine Stimme. Die Ärzte wussten keinen Rat und der Iraner bekämpfte seine ausweglos erscheinende Situation mit Alkohol und Drogen, bis er ebenfalls wie aus heiterem Himmel seine Stimme wieder zurück bekam. In dieser schweren Zeit entstanden diverse Songs. Einer davon war „Boro Boro“, mit dem Arash aus dem Stand in die vordersten Chartregionen vordrang und die Airplays dominierte.

Das Debütalbum des Überfliegers wird nun auch in Deutschland offiziell veröffentlicht, nachdem es international schon länger erhältlich ist. Es enthält eine gefällige Bollywood-Sound-Mischung verteilt auf 14 Tracks, wobei „Boro Boro“ und „Tike Tike Kardi“ jeweils in zwei Versionen vertreten sind. Dennoch ist das Ziel bei allen Stücken dasselbe: Der Hörer soll in ein Sommer-Sonne-Gute-Laune-Feeling versetzt werden. Dazu rührt der Iraner tanzbare Beats mit griffigen Euro-Pop-Melodien an, die sofort in Ohren und Beine gehen. Stellvertretend seien Tracks wie „Temptation“, „Music is my language“ und „Bombay dreams“ genannt, in denen Arash zusammen mit verschiedenen Duettpartnern (Rebecca, Ebi, Timbuktu, DJ Aligator), die auf dem deutschen Markt kaum bekannt sind, den nächsten Angriff auf die Charts startet.

Und die Chancen stehen nicht schlecht. Denn Arash’ Musik tut nicht weh. Sie eignet sich als leicht verdauliche Hintergrundmusik genauso wie als tanzbarer Dancefloor-Filler. Allerdings sollten Verächter von trashigen Euro-Pop-Beats in Deckung gehen, denn auf Dauer klingen die Stücke recht trivial. Locker-flockige Popmusik eben, die für einen Sommer angesagt ist und danach durch das nächste Phänomen abgelöst wird. Auf jeden Fall ist dieses Album keine Grundlage für tiefschürfende Rezensionen. Denn ein „Big Mac“ schmeckt eben auch immer gleich. Also worüber aufregen?

Anspieltipps:

  • Yalla
  • Arash
  • Boro Boro
  • Music is my language
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