Yeah Yeah Yeahs - Show Your Bones - Cover
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Yeah Yeah Yeahs Show Your Bones


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach einer Single und der selbstbetitelten EP veröffentlichen die Yeah Yeah Yeahs aus New York im Jahr 2003 das aller Orten mit viel Aufmerksamkeit bedachte Debüt „Fever To Tell“. Karen O (Gesang), Nick Zinner (Gitarre) sowie Brian Chase (Schlagzeug) stehen hinter einer Band, die keinen Bass benötigt und mit ihren schrägen Rocknummern in den Staaten und Großbritannien Gold für ihr Debüt einfährt. Sogar die New York Times schwärmt vom besten Album in 2003. Nun steht der Nachfolger an, welcher laut eigenen Aussagen die Spannung und den verbindenden Energiefluss zwischen den dreien sichtbar macht und im finalen Mix von Alan Moulder (Nine Inch Nails, U2, Depeche Mode) nachbearbeitet wurde.

Schon beim ersten Hören fallt vor allem die Persönlichkeit in jedem der Songs auf, welche verletzlich und auch kraftvoll ohne Umschweife freigelegt wird. Man ist den Yeah Yeah Yeahs nah und dringt mit jedem Hördurchlauf tiefer in ihren fragilen, direkten Kosmos ein. Als Opener perfekt in Szene gesetzt, erklingt die erste Single aus dem Album mit dem Namen „Gold Lion“. Dank einer gehörigen Eingängigkeit, mitreißendem Rock´n Roll-Faktor und last but not least Karens beherzter Stimme, die auch höhere Tonlagen gekonnt meistert, trumpft der Song auf und dient als toller Einstieg.

Verzerrte Eskapaden darf man schon im folgenden „Way Out“ bewundern, die sich mit einem melodischen Refrain und glasklaren Gitarren abwechseln. Leider schaffen die Yeah Yeah Yeahs nicht immer das Kunststück, zwischen melodischen und emotional aufwühlenden Passagen zu brillieren und verlieren sich mitunter in zähen Disharmonien, die einerseits positiv den noise-geübten Hörer fordern, doch andererseits die Angelegenheit erschweren, „Show Your Bones“ als Gesamtwerk immer und immer wieder zu konsumieren.

„Cheated Hearts“ macht Spaß und zeigt, wie gut es das Trio versteht, zuckersüß und doch räudig zu agieren. Die Drums rumpeln, Karen O intoniert mit Herzblut ihre variantenreiche Stimme, während Gitarrensaiten gefordert werden und die große Rockgeste auch nicht fehlen darf. Als Ausklang tröpfelt in „Turn Into“ das Piano, die Stimmung findet sich im heimeligen Folk wieder und das Herz ist erfreut nach einer bewegenden Reise durch die Welt der Yeah Yeah Yeahs, welche verstört und manchmal die Fühler auch ganz weit in Richtung Ohrwurm ausstreckt. Zum Meilenstein reicht es nicht, doch missen sollte man die zwei Herren und die Dame aus New York trotzdem nicht.

Anspieltipps:

  • Gold Lion
  • Cheated Hearts
  • Warrior
  • Turn Into
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