Diana Sorbello - Bittersüß - Cover
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Diana Sorbello Bittersüß


  • Label: DA Music
  • Laufzeit: 50 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Diana Sorbello ist seit August 2004 als eine Art „Pin Up Girl“-Light bekannt, welches in der Sport Bild allwöchentlich per Pseudo-Kolumne Werbung für sportbezogene Produkte macht. Doch was für viele Mädchen schon den Karrieretraum schlechthin darstellt, ist für die hübsche Diana noch lange nicht die Endstation sein. Mit einem beendetem Soziologie- und Pädagogik-Studium, einer Tanz- und Ballettausbildung sowie etwas Bühnenerfahrung mit der Gruppe Wind (1998 beim Vorentscheid des Schlager Grand Prix) in der Tasche, soll für die Halb-Italienerin aus Westfalen nun eine Schlagerkarriere folgen.

Ihr Solodebüt gibt Diana Sorbello mit dem Album „Bittersüß“, das mit 15 Liedern daherkommt, die sämtliche Klischees der Schlagerbranche erfüllen und offenbar – genretypisch – ohne großen Aufwand eingespielt wurden. So hören wir eindimensional wummernde Elektro-Drums („Spuren am Strand der Ewigkeit“), gerne auch mit gepflegtem Hall im „Flippers“-Stil („Liebe, die vergeht“), billig wirkende Keyboards und Synthie-Bässe („Der erste Kuss“) sowie abgestandener Traumschiff-Exotik aus dem Gebrauchtwarenregal („Matador“, „Frag den Abendwind“).

Sämtliche Lieder zeichnen sich durch klassische Schlagertexte aus der Herz-Schmerz-Abteilung („Gefühle tun manchmal so weh. Du weißt, ich hab dich so lieb…“) und extrem simple Melodien aus, die sich sofort nachpfeiffen lassen, wenn man denn will. Dazu kommt Diana Sorbellos süß-naive Stimme, die in der Tat sehr gut in die Schlagermusik passt und leichte Parallelen zu Genrekollegin Michelle aufweist („Alles nur, weil ich dich liebe“). Lediglich die berechende Fußball-WM-Anbiederung „Und wir schwenken die Fahnen“ passt so gar nicht auf das Album – und hat im Nachhinein auch nicht wirklich funktioniert.

Für Schlagerfreunde ist „Bittersüß“ schlichtweg perfekte Unterhaltung. Ein fesches Madl singt ultra-leichtes Liedgut aus dem Ü-60-Gassenhauerbaukasten, das wie alles aus dem Genre komplett austauschbar klingt und deshalb runter geht wie Öl. Das ist herrlich trashy und selbst für den Nicht-Schlager-Hörer zirka nach dem elften Glaserl Wein irgendwie erträglich. Wie das geht? Kleiner Tipp für die Herren: Einfach das CD-Cover immer fest im Blick behalten und an was anderes denken…

Anspieltipps:

  • Der erste Kuss
  • Du gehörst zu ihr
  • Alles nur, weil ich dich liebe
  • All die schönen alten Lieder
  • Ich fange nie mehr etwas an einem Sonntag an
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  • 2016    
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