Jack Johnson - Sing-A-Longs And Lullabies For The Film Curious George - Cover
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Jack Johnson Sing-A-Longs And Lullabies For The Film Curious George


  • Label: Brushfire/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 40 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Konzept des passionierten Surfers ist es, einfache Pop-Perlen zu schreiben.

In Europa herrscht im Februar kalter Winter und nun veröffentlicht das Multitalent Jack Johnson, seines Zeichens Ex-Profisurfer, Filmemacher und Musiker in einer Person, seinen ersten „echten“ Soundtrack, nachdem er bereits Musik zu den Surfer-Filmen „Thicker Than Water“ (2003), „The September Sessions” (2002) und „Sprout“ (2005) abgeliefert hatte, um die Gemüter der Menschen aufzuhellen. Auf seiner Heimatinsel Hawaii eingespielt, schüttelt Mister Johnson die Vorder- und Hintergrundmusik des Zeichentrickfilms „Coco – Der neugierige Affe“ (im Original: „Curious George“) aus dem Ärmel.

Mit seinen bisherigen Studioalben „Brushfire Fairytales“ (2001), „On And On“ (2003) und dem erfolgreichsten „In Between Dreams“ (2005) hat er gezeigt, wie einfach und gleichzeitig genial Musik sein kann. Sein handgemachter Folkpop – mit sanfter Stimme vorgetragen – wirkt so unauffällig und leise und bleibt trotzdem im Ohr.

Der hier vertonte Film „Curious George“ von Regisseur Matthew O'Callaghan, der für die Spezialeffekte von „102 Dalmatiner“ und „Snow Dogs“ verantwortlich war, ist ein klassischer Zeichentrickfilm, dessen grobe Handlung folgende ist: Ein Mann nimmt einen Affen aus dessen Heimatland Afrika mit nach Amerika und dieser entdeckt auf seine lustige Weise den neuen Kontinent.

Jack Johnson hat mit seinen Freunden G. Love, Matt Costa und Ben Harper 13 Tracks produziert. Als Mitproduzent und Mixer des Longplayers fungierte Robert Carranza, der schon für Beck und Supergrass die Regler drückte. Seine schon bei den anderen Alben agierende Band, bestehend aus Zach Gill (Vocals, Piano), Adam Topol (Drums) und Merlo Podlewski (Bass), die den Hawaiianer auch auf seinen Touren, verewigt auf seiner 2005 erschienenen Live-DVD „Live At The Greek“, begleitete, ist wieder an seiner Seite. Jack-Johnson-typisch werden die wenigen Instrumente wie die Ukule, von Jack persönlich gezupft, die Gitarre, Drums, Piano und – seltener – eine Mundharmonika in allen Songs zu einer einfachen aber erfolgreichen Melodieführung genutzt.

Die erste Singleauskoppelung „Upside down“ ist der Opener dieser CD. Schwungvoll und in der Tradition der Vorgängeralben gehört sie zu den schnelleren Stücken. Einer der Höhepunkte ist „The sharing song“, der von Zach Gill und Adam Topol gesungen wird. Mundharmonika und Piano bestimmen neben dem guten Gesang das stark groovende Stück, das die Bandmitglieder auch selbst komponiert haben. Der zum Schluss einsetzende Kinderchor rundet den Song würdig ab. Seltsamerweise singt Johnson nur im Hintergrund, aber er ist eben auch ein guter Produzent.

Jack Johnson interpretiert „We're going to be friends“ von den White Stripes, welches sehr gut zu seiner sanften Stimme und der ruhigen Grundstimmung dieser Compilation passt. Matt Costa, von Johnsons eigenem Label Brushfire Records, steuert „Lullaby“ bei, wobei der mehrstimmige Gesang mit Herrn Johnson sogar zeitweise ein wenig an Simon and Garfunkel erinnert. Ben Harper überzeugt mit „With my own two hands“ nicht nur gitarrenmäßig, sondern auch mit zart wirkendem Gesang. Jack Johnsons entspannende Mischung aus Blues, Folk und Gitarrenpop wird den Fan seiner anderen Werke erfreuen, wer wehrt sich schon gegen gutes Songwriting?

Das Konzept des passionierten Surfers ist es, einfache Pop-Perlen zu schreiben, nur manchmal bleibt dabei der herausragende Song auf der Strecke. Aus diesem Grund bleibt dem sympathischen Vollblutmusiker die Höchstwertung verwehrt. Seine nun leider anstehende Kreativpause bis voraussichtlich 2008 wird er hoffentlich nutzen, um weiter so relaxte Musik zu schaffen.

Anspieltipps:

  • Lullaby
  • The 3 R's
  • Upside Down
  • Wrong Turn
  • Supposed to be
  • The Sharing Song
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