Leserkritiken zu
Snow Patrol - Eyes Open

  • BritPop
8/10 Unsere Wertung
6.4/10 Leser Stimme ab!

02.05.2006 - 16:10 Sven Meyer Hymnische Ohrwürmer, krachende Gitarren und zerbrechliche Balladen – Snow Patrol machen auf ihrem vierten Album „Eyes Open“ da weiter, wo sie mit „Final Straw“ aufgehört haben.

Für Musikkritiker Jan Wigger („Spiegel Online“) ist das in Glasgow beheimatete nordirische Quintett Snow Patrol der heißeste Anwärter auf den Titel „langweiligste Band der Welt“. Im britischen Online-Musikforum „Albumvote“ hingegen überschlagen sich die User in ihren Bewertungen für das neueste Werk der Iren: Von Magie, elf potenziellen Hits und allerhand Fantastischem ist hier die Rede – acht von zehn Punkten sind das Minimum.
An Snow Patrol scheiden sich die Geister. Während Kritiker der Band vorwerfen, für den kommerziellen Erfolg ihre musikalische Identität verkauft zu haben, wächst die Fangemeinde stetig weiter. Dass „Eyes Open“ zumindest in Großbritannien auf Anhieb in die Top 5 geht, ist ebenso vorhersehbar wie die schlechten Kritiken in diversen Szene-Magazinen, die Snow Patrol in die Nähe von Stadionbands wie Coldplay oder U2 rücken werden – verhasstem Mainstream also.

Musiker, die eingängige Melodien schreiben, Menschenmassen zur Ekstase bringen und viele Platten verkaufen, haben bei Kritikern eben einen schweren Stand. Besonders wenn sie, wie Snow Patrol, ursprünglich zu den „Guten“ zählten, weil sie aus der Independent Szene kommen. Irgendwann muss die Glasgower Truppe beschlossen haben, dass es vielleicht doch nicht so schlecht wäre, auch mal Platten zu machen, die sich verkaufen lassen.
Fast zehn Jahre lang fristeten die eigentlich aus Belfast stammenden Musiker in Glasgow ein Dasein als Geheimtipp. Ihr Sänger Gary Lightbody stellte nebenbei eine schottische Indie-Allstar-Band namens Reindeer Section auf die Beine, die sich unter anderem aus Mitgliedern von Belle & Sebastian, Mogwai und dem Teenage Fanclub rekrutierte. Über den Status eines Insider-Tipps kam jedoch auch dieses Bandprojekt nicht hinaus.

Mit „Final Straw“ legten Lightbody und seine Snow Patrol vor drei Jahren dann ein Album hin, mit dem sie in Großbritannien praktisch über Nacht zu Stars wurden. Die Singles „Spitting Games“ und „Run“ sorgten auch außerhalb der Insel für Furore. Es folgten viele Auszeichnungen und eine äußerst erfolgreiche Welttour.

Betrachtet man das neue Album von Snow Patrol frei von jeglicher Indie-Ideologie, lässt sich kaum leugnen, dass der Hörer es hier mit einer erstklassigen Produktion zu tun hat. Fast jeder der elf Songs geht sofort ins Ohr und gräbt sich bei jedem weiteren Mal immer tiefer in die Gehörgänge. „Make This Go On Forever“ heißt der stärkste Song von „Eyes Open“, das die konsequente Fortsetzung von „Final Straw“ ist – nicht mutig, aber qualitativ gut.
Bei ruhigeren Stücken beweisen Snow Patrol, dass sie zu den wenigen Rockbands gehören, die in der Lage sind, brechreizfreie Balladen zu schreiben. „Set the Fire to the Third Bar“, ein eindringliches Duett mit Martha Wainwright, dürfte selbst hartgesottene Indie-Fans rühren. Es wird sehr schwer sein, diese Band 2006 zu ignorieren.

8/10

29.04.2006 - 14:53 cptplanet An dem neuen Album arbeiteten Snow Patrol in einem Haus in Irland, nähe der Klippen zum Atlantik.
Was dort entstand, lässt sich durchaus als Fortschritt zum alten Album beschreiben. Die Songs auf Eyes Open erscheinen insgesamt runder und somit auch weniger kantig, was zunächst eines der herausragenden Merkmale war, die Final Straw prägten.
angweilige, eingängige Texte (You´re All I Have) bleiben zum Glück Ausnahmen und so wird auf diesem Album ein wenig mehr experimentiert. Alles jedoch im Rahmen der eigentlichen Richtung, schließlich muss sich einen Band nicht mit jedem Album neu erfinden. Die Experimente mit Martha Wainwright (Set the fire to the third bar) sind wirklich gelungen und wirken der Gastsängerin auf den Bauch geschnitten.
Die Mischung aus ruhigen und lauten Songs verspricht Abwechselung beim hören, wobei der Gesamtton leiser ausfällt, als beim letzten Album.

8/10

26.04.2006 - 12:37 Funkmaster Die Musik von Snow Patrol erinnert an Gruppen wie die Goo Goo Dolls oder auch Nada Surf, wobei dieses Album wenig Herausragendes bietet. Die Lieder sind ganz gut aber unspektakulär und haben wohl keinen hohen Wiedererkennungswert. Der beste Song ist „Hands open“. Sicherlich eine CD die man sich beim Autofahren oder zum Entspannen anhören kann. Ist ganz okay.

6/10