Secret Machines - Ten Silver Drops - Cover
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Secret Machines Ten Silver Drops


  • Label: Reprise/WEA
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „Now Here Is Nowhere“ (2004) legte das ursprünglich aus Dallas, Texas kommende und mittlerweile in New York City lebende Trio namens The Secret Machines ein vielbeachtetes Debüt mit einer originellen Mischung aus 60er Jahre Krautrock, Psychedelica und Progressive Pop hin. Von Fans und Kollegen gleichermaßen geschätzt, überraschten die episch langen Tracks zwischen fünf und neun Minuten mit verschachtelten Harmonien und raumgreifenden Arrangements. Das war natürlich nicht jedermanns Sache und wird es auch nicht auf dem Nachfolger „Ten Silver Drops“ werden.

Secret Machines gründete sich vor sechs Jahren, im Sommer 2000. Die Band besteht aus Brandon Curtis (Vocals, Bass), Josh Garza (Drums) und Benjamin Curtis (Keyboards, Synthesizer). Nach der Independent-EP „September 000“ (2002) werden sie von Reprise/Warner Bros. gesignt und mit „Now Here Is Nowhere“ auf 18-monatige Tour geschickt. Im Mai 2005 begannen die Aufnahmen für das neue Album. Im abgelegenen Allaire Studio in Shokan, New York wurden binnen fünf Wochen die Basis Tracks für „Ten Silver Drops“ eingespielt. Im September wurde das Album von Alan Moulder (Smashing Pumpkins, Nine Inch Nails) in London abgemischt.

Als Ergebnis liefert das Trio acht neue Songs ab, die immer noch den Klangvorbildern aus den 60er und 70er Jahren nacheifern, im Vergleich zum Vorgänger aber eine Spur eingängiger ausgefallen sind („All at once it´s not important“). Gleichwohl wabern auch heuer die Soundwolken in bester Pink-Floyd-Tradition mit viel Hall aus den Boxen, während sich Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang abwechselnd zu Wort melden („Alone, jealous & stoned“). Da darf die Sechssaitige mal nach U2s The Edge klingen („Lightning blue eyes“), Tempo gemacht („Faded lines“) oder tief in die Psychedelica-Kiste der Doors gegriffen werden („Daddy’s in the doldrums“) – das Album fließt trotzdem wie aus einem Guss. Kein Song wirkt langweilig, auch wenn er mal an der 10-Minuten-Marke kratzt. Dazu haben Secret Machines nämlich viel zu viele höchst interessante Ideen verbaut, die es nach und nach zu entdecken gilt. Es gibt zwar gerade zum Ende hin auch die eine oder nicht ganz so überragende Komposition („I hate pretending“, „I want to know if it’s still impossible“), doch selbst diese Stücke sind immer noch weitaus spannender als vieles, was allwöchentlich um Relevanz ringend auf den Markt geschmissen wird.

Anspieltipps:

  • 1.000 seconds
  • Daddy’s in the doldrums
  • Alone, jealous and stoned
  • All at once (it´s not important)
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