Beyond Fear - Beyond Fear - Cover
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Beyond Fear Beyond Fear


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 47 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Jetzt kann er endlich machen, was er will! Tim „Ripper“ Owens ist nach zehn Jahren an seinem Ziel angekommen. Nach professionellen Engagements als Sänger bei Winter’s Bane (1991 - 1995), Judas Priest (1996 - 2003) und Iced Earth (2004), hat der Vater von drei Kindern mit Beyond Fear sein erstes eigenes Projekt am Start. Er suchte sich dazu junge und hungrige Musiker aus der Nähe seinen Wohnorts Akron, Ohio und spielte zwischen Oktober und Dezember 2005 ein Dutzend Songs für das selbstbetitelte Debüt ein.

Bei Beyond Fear handelt es sich um eine klassische Heavy-Metal-Band, die im Zeichen von Judas Priest an deren Geniestreich „Painkiller“ (1990) anknüpfen will. Eigentlich verrückt, denn in seiner Zeit bei Judas Priest schrieben die Priest-Gitarristen Glenn Tipton und K.K. Downing experimentale Nu-Metal-Songs für „Jugulator“ (1996) und „Demolition“ (2001), anstatt sich an einem Nachfolger ihres Überalbums zu versuchen. Damit konnte der „Ripper“ niemals unter Beweis stellen, was für ein großartiger Sänger – auch in hohen Tonlagen – er in Wirklichkeit ist.

Als Wink mit dem Zaunpfahl an die alten Kollegen wird „Beyond Fear“ stilgetreu mit einem „Painkiller“-kompatiblen Knüller eröffnet, den Tim Owens und Gitarrist John Comprix ganz bewusst am Ende der Sessions geschrieben haben, um einen Verweis auf die traditionellen Wurzeln des Sängers herzustellen. Denn bei Judas Priest wurden Owens Songs grundsätzlich abgelehnt. Und so befinden sich neben besagtem Einstiegskiller „Scream machine“ auch „Save me“ und „The faith“ (prominent am Ende des Album positioniert) auf der CD wieder, die Downing und Tipton aus welchen Gründen auch immer nicht wollten. Dabei ist besonders „The faith“ eine echte Granate und besser als „Jugulator“ und „Demolition“ zusammen.

Um „Ripper“ Owens Visionen von einem „British Steel 2006“ zu verwirklichen, stehen ihm neben Co-Songwriter und Gitarrero John Comprix noch Dwane Bihary (Gitarre), Dennis Hayes (Bass) und Eric Elkins (Drums) zur Seite. Mit dieser Rasselbande zimmerte der gute „Ripper“ ein annehmbares Heavy-Metal-Album ein, auf dem sich eine Hand voll herausragender Songs, aber auch ebenso viele durchschnittliche Titel befinden. Damit ist „Beyond Fear“ weiter von dem erhofften Meisterwerk entfernt, als erwartet. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die Melodien zünden zu selten, das Riffing ist nicht beharrlich zupackend und die Kompositionen auf Dauer zu gleichförmig. Mit kleinem „Ripper“-Bonus wandelt die Bewertung knapp über dem Durchschnitt.

Anspieltipps:

  • Save me
  • The faith
  • Coming at you
  • Scream machine
  • I don’t need this
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