Tom Petty - Highway Companion - Cover
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Tom Petty Highway Companion


  • Label: Def American/WEA
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Tom Petty scheint mit seinem Kumpel Jeff Lynne wieder zu guter Form aufzulaufen.

Zum dreißigjährigem Jubiläum seiner Band The Heartbreakers stellt der blonde Sänger aus Florida ungewöhnlicherweise sein drittes Soloalbum vor. Das Label von Rick Rubin veröffentlicht den Longplayer und Petty arbeitete wieder mal mit Produzent Jeff Lynne zusammen. Mike Campbell von den Heartbreakers spielt die Leadgitarre und die Drums, Gitarren und Backgroundgesang sind Chefsache. Produzent Lynne bedient nicht nur die Keyboards, sondern auch den Bass und singt im Hintergrund.

Nach dem eher zwiespältig aufgenommenen letzten Soloalbum „The Last DJ“ ist die Spannung schon groß, was der Songwriter Tom Petty diesmal geschaffen hat. 1976 begann die Karriere Tom Pettys. Regelmäßige Albenveröffentlichungen folgten, doch in Europa wurde er erst in den 90er Jahren zum Superstar. Der kommerzielle Durchbruch gelang ihm mit den Alben „Full Moon Fever“ 1989 und „Wildflowers“ im Jahre 1994. Die kurze Mitgliedschaft bei den Traveling Wilburys, einer Supergroup bestehend aus Bob Dylan, Jeff Lynne (Ex-ELO), Roy Orbison und Ex-Beatle George Harrison war nach dem Tod Orbisons schon 1990 nach zwei Jahren leider beendet. In seiner Heimat USA war Petty übrigens von Anfang an erfolgreich, daher konnte er mit einer Portion Gelassenheit seine rockigen Werke komponieren.

Der mittlerweile 56-Jährige setzt nicht ausschließlich auf radiotaugliche Songs, sondern entwickelt abwechselungsreiche, eher ruhige Kompositionen, die sich an der Tradition der 70er Jahre Rockmusik orientieren. Der erste Song „Saving grace“ ist schon eine ziemlich harte Nummer für Pettys Verhältnisse, sie überzeugt durch etwas härtere Drums, schwelgende Keyboards und Gitarreneinsatz in Perfektion – ein starker Beginn. Es wechseln sich Folksongs und Rockperlen ab, es bleibt keine Zeit für Langeweile. Der kleine Countryeinschlag mit „Big weekend“ zeigt, wie viele verschiedene Stile Tom Petty in seine Musik einfließen lässt. Ein Beispiel seiner musikalischen Künste liefert „Jack“, der mit netten Breaks, einem kleinen Gitarrensolo und mitreißender Melodie die Qualitäten Herrn Pettys zur Geltung bringt. Textlich geht es ausschließlich um Reisegeschichten, quasi ein musikalischer Road Trip. Einzig der Schlusspunkt, Song Nummer 12, scheint verzichtbar, da hier das Tempo zu sehr verschleppt wird.

Das letzte Album „The Last DJ“ war eine Abrechnung mit dem Musikbusiness, das musikalisch enttäuschte. Doch Tom Petty scheint mit seinem Kumpel Jeff Lynne wieder zu guter Form aufzulaufen, denn es gibt kaum etwas zu kritisieren. Sicher schreibt Petty nicht einen Hit nach dem anderen, aber das Konzept stimmt: Die Songs passen musikalisch harmonisch zusammen und lassen die richtige „On the Road“-Stimmung aufkommen. Natürlich muss man diese handgemachten Rockgeschichten mögen, sonst klappt es nicht. Auch Hörer, die Petty nicht kennen, ist ein Hördurchgang zu empfehlen, denn das Niveau von Tom Petty erreichen nicht viele seiner Genrekollegen.

Anspieltipps:

  • Jack
  • Saving Grace
  • Down South
  • Big Weekend
  • This old town
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