Madrugada - Live At Tralfamadore - Cover
Große Ansicht

Madrugada Live At Tralfamadore


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 67 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die norwegische Band Madrugada gehört zu den heimlichen Helden des Indie-Rock. In ihrer Heimat konnte sie bisher mit jedem ihrer vier Studioalben („Industrial Silence“, 1999, „The Nightly Disease“, 2001, „Grit“, 2002 und „The Deep End“, 2005) Platin holen. Wobei „Indie“ nicht ganz das richtige Wort darstellt, da Sivert Høyem (Vocals), Frode Jacobsen (Bass) und Robert Buras (Gitarre) bereits seit ihrem Debüt beim Major Virgin/EMI unter Vertrag sind. Dennoch genießt die Gruppe den Ruf eines Geheimtipps, ähnlich wie die Kollegen von Mercury Rev, Songs:Ohia und My Morning Jacket.

Mit dem letzten Studiowerk „The Deep End“ war der Vertrag zwischen Madrugada und Virgin/EMI ausgelaufen. Doch die Veröffentlichung eines Live-Albums beim selben Label deutet nun darauf hin, dass die Geschäftsbeziehung fortgeführt wird. Das Album hört auf den Namen „Live at Tralfamadore“ (bei Tralfamadore handelt es sich um einen fiktiven Ort) und wurde aus dem Material dreier Konzerte in Oslo und Bodø zwischen August und Dezember 2005, sowie einem Auftritt im „l’Ancienne Belgique“ in Brüssel aus dem Jahr 2003 zusammengebastelt. Es wurde in nur drei Tagen abgemischt und 12 Tage nach dem Konzert im „Spektrum“ in Oslo, am 14. Dezember 2005 in die Läden gestellt. Also zumindest in Norwegen, wo das Werk (wie üblich) nach kurzer Zeit eine Platin-Auszeichnung erhielt. Das europäische Publikum durfte sich noch gut zwei Monate gedulden. Doch jetzt ist es auch hier soweit.

Verstärkt um die Live-Musiker Frederik Viklund (Gitarre), Erlend Skomsvoll (Piano), Simen Vangen (Drums) und Erland Dahlen (Drums) präsentieren die Jungs aus Stokmarknes Material aus allen Studioalben. Los geht’s mit dem krachenden „Hard to come back“ vom letzten Studioalbum „The Deep End“ und dem wunderschönen Akustikstück „Majesty“ vom Vorgänger „Grit“. Es folgen jede Menge Highlights aus der Karriere der Norweger, wie der furiose Rocker „Seven seconds“, das düstere „You better leave“, das an Nick Cave gemahnt, oder das großartige, an Neil Young erinnernde „The kids are on high street“. Insgesamt 12 Tracks kommen so zusammen. Der limitierten Erstauflage liegt sogar noch eine CD mit drei zusätzlichen Stücken bei. Ein etwas mickriger Bonus, aber sei’s drum. Madrugada ist mit „Live at Tralfamadore“ ein schönes Live-Album gelungen, dem man es gerne verzeiht, dass es nicht an einem Abend aufgezeichnet, sondern aus verschiedenen Gigs mühsam zusammengepuzzelt wurde.

Anspieltipps:

  • Majesty
  • Seven seconds
  • Strange colour blue
  • The kids are on high street
Neue Kritiken im Genre „Rock“
8/10

Automatic For The People (25th Anniversary Edition)
  • 2017    
Diskutiere über „Madrugada“
comments powered by Disqus