Cyndi Lauper - The Body Acoustic - Cover
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Cyndi Lauper The Body Acoustic


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 52 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Top-Hits mit mehr als 20 Jahren auf dem Buckel erstrahlen in neuem Glanze.

Wäre der Autor ein gehässiger Zeitgenosse, würde er hier und jetzt behaupten, dass der werten Cyndi Lauper nicht mehr all zuviel einzufallen scheint. Denn auf ihrem letzten Album „At Last“ (2003) gab die ehemalige Pop-Sirene kein eigenes Material zum besten, sondern verpackte Klassiker und Standards, die sie von Kindesbeinen an begleiteten, in swingende Sounds. Und nun, auf ihrem neuen Album „The Body Acoustic“, nimmt sich Frau Lauper ihre persönlichen Songklassiker zur Brust und streift ihnen akustische Soundgewänder über. Die New Yorkerin dreht den Spieß also um und covert sich selbst. Auch ne Idee, schließlich wurde allein ihr Song „Time after time“ von über 70 anderen Künstlern gecovert.

Eingespielt mit akustischen Instrumenten, produziert von Rick Chertoff (Joan Osborne, Sophie B. Hawkins, The Hooters) und William Wittman (Rachel Sweet, Dar Williams, The Outfield), sowie unter Mitwirkung einer Schar internationaler Musiker, hat Cyndi Lauper ein Dutzend ihrer alten Hits neu aufgenommen. Unter den Gästen sind unerwartete Kandidaten wie Shaggy („All through the night“) und das japanische Girl-Duo Puffy Ami Yumi („Girls just want to have fun“). Weiterhin hat sich die 52-Jährige die kanadische Kollegin Sarah McLachlan ins Studio geholt („Time after time“ und „Water’s edge“), den Gitarristen Jeff Beck für den neuen Song „Above the clouds“ verpflichtet und den „Taking Back Sunday“-Bassisten Adam Lazzara in „Money changes everything“ aufspielen/singen lassen. Ferner ist die Singer/Songwriterin Ani DiFranco in „Sisters of Avalon“ und R&B-Chanteuse Vivian Green im zweiten neuen Stück „I’ll be your river“ sowie in „Sisters of Avalon“ zu hören.

Für Spannung ist also gesorgt, wenn Cynthia Ann Stephanie Lauper dem Unplugged-Genre neuen Wind verpasst. Aber schon nach den ersten Tönen kann Entwarnung gegeben werden. Denn was im Hause MTV live on Stage klappt, funktioniert auf „The Body Acoustic“ auch im Studio bei den meisten Songs ganz gut (z.B. „Shine“). Es gibt zwar auch einige nicht so aufregende Neuinterpretationen (an „True colors“ lässt sich eigentlich nichts verbessern) und die beiden neuen Tracks sind auch nicht unbedingt der Weißheit letzte Schluss, aber im Großen und Ganzen geht die Songsammlung in Ordnung. So ist die Auswahl der Gäste durch die Bank gelungen – selbst Knödelaffe Shaggy fügt sich galant in das balladeske „All through the night“ ein – und trägt zu einem stimmigen Gesamtkonzept bei. Top-Hits mit mehr als 20 Jahren auf dem Buckel wie „Time after time“ und „Girls just want to have fun“ erstrahlen in neuem Glanze und ehemals nervöse Pop-Punk-Stücke wie „She bop“ erhalten eine komplett andere musikalische Färbung. Das ergibt Sinn und macht Spaß.

Anspieltipps:

  • Shine
  • Water’s edge
  • All through the night
  • Money changes everything
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