The Futureheads - News And Tributes - Cover
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The Futureheads News And Tributes


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 39 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

2005 tauchte ein neuer Stern am Musikfirmament auf: The Futureheads. Ihr gleichnamiges Debüt wurden mit Kritikerhymnen überhäuft und so sieht sich natürlich das zweite Werk mit hohen Erwartungen konfrontiert. Die britische Band besteht aus Barry Hyde (Sänger, Gitarre), Ross Millard (Sänger, Gitarre), David Craig (Bass) und Dave Hyde (Drums) und gründete sich im Jahre 2000 in Sunderland. Besonderes Markenzeichen der Band ist der mehrstimmige Gesang. Punk-, Rock- und Pop-Elemente werden munter gemischt, überraschende Breaks und Melodieverästelungen lassen keine Langeweile aufkommen. Produziert wurde das zweite Studioalbum von Ben Hillier, der schon Blur und Depeche Mode zu seinen Kunden zählte.

Der Opener „Yes/No“ legt das hohe Tempo fest und der Refrain wird sehr hart gesungen. Der dritte Song „Fallout“ erinnert an Bloc Party und hat doch ein eigenes Gesicht, wobei die Drums und Gitarren die Vorherrschaft innehaben. Im Vergleich zum Debüt ist das chaotische Element in Gesang und Songstruktur spürbar geglättet, aber doch ist das Archaische in ihrer Musik nicht verschwunden. Ein gutes Beispiel für die noch vorhandene Kompromisslosigkeit stellt „The Return of the Beserker“ dar, der dem Songtitel alle Ehre macht. Ein Gitarren- und Drumgewitter übertönt den Gesang, ein wilder musikalischer Ritt, der die Energie dieser einstigen Garagenband ausdrückt.

Nach den ersten sehr flotten Titeln wird erst mit dem fünften Track „Burnt“ ein wenig Tempo herausgenommen und auch das Titelstück „News and Tributes“ besticht durch ein – für Futureheads Verhältnisse – ruhigeres Songwriting, welches aber im Verlauf des Tracks durch gut gesetzte Breaks aufgelockert wird. „Thursday“ ist ein mit treibenden Gitarren und harmonischem Gesang versehenes Werk und es läutet den Schluss des Longplayers ein. Den Schlusspunkt setzt „Face“: Es beginnt mit akustischer Gitarre und lässt dann die Live-Qualitäten der Vollblutmusiker erahnen, wenn ein gnadenloses Rockfeuerwerk abgefeuert wird. Mit Bloc Party waren sie auf Tour und Ähnlichkeiten mit deren Sound sind zweifelsohne vorhanden. Die zwölf Songs klingen sehr zeitlos, da die Schublade Retro-Rock für die Futureheads zu eng erscheint.

Diese vier Briten schaffen es einfach, den Melodiestachel in das Gehirn des Hörers zu setzen und dort bleibt er dann auch. Zwar zünden einige Songs nicht sofort, aber dann wirklich gewaltig. Die kurze Laufzeit von 39 Minuten kann man aufgrund der Qualität vernachlässigen.

Anspieltipps:

  • Face
  • Fallout
  • Thursday
  • Skip to the End
  • News and Tributes
  • Worry about It Later
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