The Raconteurs - Broken Boy Soldiers - Cover
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The Raconteurs Broken Boy Soldiers


  • Label: XL Recordings/Beggars
  • Laufzeit: 34 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Detroiter Musiker Brendan Benson und Jack White sind die Stars der Raconteurs.

Wenn sich bekannte Musiker abseits ihrer eigentlichen Projekte/Bands zum ungezwungenen Austoben zusammenschließen, wird schnell der Begriff Supergroup in den Raum geworfen. Dadurch schnellen die Erwartungen in verrückte Höhen, die kaum zu erfüllen sind, so dass das Ergebnis am Ende meistens enttäuscht. Doch das interessiert die Herren Jack White und Brendan Benson herzlich wenig. Die beiden Freunde haben sich zu der „2 + 2“-Band The Raconteurs zusammengeschlossen, mit der sie frei von jedem Druck das Album „Broken Boy Soldiers“ eingespielt haben.

Aber warum „2 + 2“-Band? Die Antwort ist klar: Die Detroiter Musiker Brendan Benson und Jack White sind die Stars der Raconteurs. Sie teilen sich den Gesang und die Gitarrenarbeit. Für die Rhythmusarbeit sind dagegen die relativ unbekannten Jack Lawrence (Bass) und Patrick Keeler (Drums) zuständig. Beide spielen eigentlich bei den Greenhorns aus Cincinatti, Ohio und bleiben bei den Raconteurs mehr oder weniger im Hintergrund. Zudem sind Lawrence und Keeler auch nicht an den Kompositionen beteiligt, deren zehn es auf dem Debüt gibt.

Mit dem aller ersten Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Brendan Benson und Jack White, „Steady, as she goes“, ein Song, der schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und auch als Single ausgekoppelt wurde, geht das mehrfach verschobene Album auf einen 34-minütigen Trip aus Blues, Classic und Southern Rock. Zumindest so ungefähr. Denn das Quartett setzt sich keine Limits und probiert allerhand Verschiedenes in den Songs aus. Angefangen mit dem stark von den frühen Deep Purple geprägten „Store bought bones”, inklusive fetter Orgelsounds und leicht progressivem Songaufbau, über psychedelische Songs („Level”) bis hin zu wunderschönen Balladen („Together“).

Die musikalischen Wurzeln der Raconteurs liegen definitiv in den 70er Jahren. Das hört man am Sound der Platte, der im Zeitalter digitaler Aufnahmetechniken recht exotisch wirkt, und man kann es am Songwriting festmachen, bei dem sich Benson und White gekonnt die Bälle zuspielen. Daraus resultieren spannende Stücke wie „Level“ und „Intimate secretary”, bei denen die White Stripes auf Led Zeppelin zu treffen scheinen, oder „Blue veins”, in dem Gevatter Blues den Ton angibt. Kurzum: Eine sehr schöne Platte, die von Durchlauf zu Durchlauf wächst!

Anspieltipps:

  • Together
  • Blue veins
  • Call it a day
  • Intimate secretary
  • Store bought bones
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