Thirteen Senses - The Invitation - Cover
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Thirteen Senses The Invitation


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 48 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Der BritPop erfuhr gerade wieder eine Hochzeit, Coldplay und Keane sei Dank. Dann schossen plötzlich aus jeder Ecke der Insel Bands hervor, die den Vorgängern in nichts nachstehen wollten. Doch so schnell wie sie kamen, verschwanden sie auch schon wieder. Anders war es bei Thirteen Senses, obwohl auch sie in viele Klischees reingepresst werden können. Auch für Thirteen Senses sind die Beatles das große Vorbild, auch sie werden mit Coldplay verglichen, wo es nur geht und trotzdem sticht „The Invitation“ zwischen all den anderen Bands hervor.

Mastermind der Band ist Will South, denn er schreibt nicht nur die Songs, er übernimmt auch noch den Gesang, spielt außerdem Gitarre und Keyboard. Unterstützt dabei wird er von dem Schlagzeuger Brendon James und Zweitgitarrist beziehungsweise Keyboarder Tom Welham. Zu dritt schaffen sie einen Klang, der den Hörer durch Melancholie und feinsten Pop trägt. Die Texte entfaltet ihre volle Wirkung durch den schüchtern bzw. ängstlichen vorgetragenen hohen Gesang von South. Thirteen Senses zwingen sich nicht unnatürlich zu einem farbenfrohen Album, sondern sie wissen genau, wo ihre Stärke liegt und spielen diese in all ihren Facetten aus. Es kommt schon mal vor, dass es hier und da lauter wird, aber der Grundriss geht nie verloren.

Während man der Musik lauscht, verliert man sich immer wieder in Tagträumen, bekommt einen wegschweifenden Blick und nimmt sich Zeit, mal nichts zu tun außer zu genießen. Man genießt, dass es Musik gibt, die Sonnenaufgänge, Berge und Wälder hörbar werden lässt. Es gibt sogar Songs auf „The Invitation“, die sich aufbauen wie eine Blume, die langsam aufblüht und dann in ihrer vollen Pracht dasteht und alles Umstehende verschwimmen lässt („Saving“, „Last forever“). Zeitweise fühlt man sich an die frühen Coldplay erinnert, als der Hype um sie noch nicht so mächtig war.

Thirteen Senses befinden sich ganz klar noch am Anfang ihrer Karriere, ein zweites Album ist aber schon in Arbeit. Wenn dabei auch wieder Danton Supple (u.a. Coldplay) die Produktion übernehmen sollte, dürfte ein Ende des BritPops noch nicht abzusehen sein.

Anspieltipps:

  • Gone
  • Saving
  • Last Forever
  • Into The Fire
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