Chris Brown - Chris Brown - Cover
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Chris Brown Chris Brown


  • Label: Zomba/SonyBMG
  • Laufzeit: 58 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Chris Brown ist ja noch sehr jung und jeder hat mal klein angefangen.

Nach Jesse McCartney (18) rollt der nächste männliche Teenager die US-Charts auf. Denn der 16jährige Chris Brown aus Tappahannock, Virginia sprang gleich mit seiner ersten Single „Run it!“ auf den ersten Platz der Billboard Charts. Das Debütalbum kam Ende November 2005 auf den amerikanischen Markt und stieg direkt auf Platz zwei ein, fiel aber in der Folgewoche bereits wieder aus den Top 10. Zwei Monate nach der US-Veröffentlichung wird das Album – genau wie bei Jesse McCartney – mit einem anderen Cover und ergänzter Tracklist in Europa herausgebracht.

Der Shootingstar aus dem 2.000-Seelen-Kaff gehört weder zu den „Erzeugnissen“ eines Star-Producers, noch zu den coolen Boys aus einer Metropole wie New York, San Francisco oder Los Angeles. Er begann im Alter von elf Jahren mit dem Singen, um seinen Vorbildern Michael Jackson, Sam Cooke, Stevie Wonder, Donnie Hathaway, Anita Baker und Aretha Franklin nachzueifern. Mit dreizehn betrat er zum ersten Mal ein Studio und arbeitete mit einem Produzenten zusammen. Kurze Zeit später hatte er einen Vertrag mit Jive Records/Zomba in der Tasche, die das Talent des Teenagers erkannten, der stimmlich irgendwo zwischen Usher und Michael Jackson angesiedelt ist.

Auf seinem ersten Album dreht sich alles um das oftmals sehr verwirrende Liebesleben von Teenagern, mit allem, was dazu gehört. Mit einem ganzen Rudel Songwritern wurden 16 Tracks (inkl. Eines „Run it!“-Remix) zusammengestellt, die mit tanzbaren Beats und catchy Hooklines für neuen Schwung auf dem R&B-Markt sorgen sollen. Das funktioniert sogar in Ansätzen. Etwa bei der Kollaboration mit Noah („What’s my name“) oder dem heftig bollernden „Poppin’“ (in dem es um die physikalischen Vorzüge einer jungen Lady geht). Jene Tracks stellen unter Beweis, dass zumindest die Grooves und die breitwandigen Beats absolut auf der Höhe der Zeit sind. Dennoch hätten die Songs ruhig etwas abwechslungsreicher ausfallen können – ganz abgesehen von den eindimensionalen und pubertären Texten. Bis zu einem Usher ist es halt noch ein weiter Weg. Aber Chris Brown ist ja noch sehr jung und jeder hat mal klein angefangen.

Anspieltipps:

  • Ain’t no way (you won’t love me)
  • What’s my name – Feat. Noah
  • Yo (excuse me miss)
  • Run it! – Remix
  • Poppin’
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