Automatikk - Wir Fi***en Immer Noch Alles - Cover
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Automatikk Wir Fi***en Immer Noch Alles


  • Label: Amstaff/Soulfood
  • Laufzeit: 74 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die beiden sympathisch vom Cover ihrer CD dreinschauen Herren mit den Baseballschlägern sind die in Nürnberg beheimateten Rapper Ayhan Gögöz alias „Rokko 81“ und Göktürk Gögöz alias „Atillah 78“. Zusammen firmieren sie unter dem Namen Automatikk und veröffentlichen ihren Stuff seit 2004 auf dem Berliner Label Amstaff Muzx von Rapper-Kollege Bass Sultan Hengzt. Das türkische Duo hat in seiner relativ kurzen Solokarriere (vorher waren die Brüder mit der Gruppe Nu Breed unterwegs) das Kunststück fertig gebracht, dass drei von vier Automatikk-Alben von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert wurden. Für jemanden, der angeblich von seiner Musik leben möchte, ist das gewiss nicht die ideale Ausgangsposition, wenn die Platten kaum bis gar nicht erworben werden können.

Nach ihrem 2002er Debüt „Klick Klack“ (zwar nicht indiziert, dafür ausverkauft – also auch nicht mehr zu bekommen) landeten sämtliche Nachfolger, nämlich „Wir Fikkken Alless“ (11/2004), „Des Killatape Vol. 1“ (06/2005) und auch das hier vorliegende Werk „Wir Fi***en Immer Noch Alles“ (02/2006), auf dem berühmten Index. Grund dafür sind Straßenraptexte mit den üblichen Zutaten aus der Gosse: Frauenfeindlichkeit sowie Drogen- und Gewaltverherrlichung. Für das Frühjahr 2007 wird übrigens „Des Killatape Vol. 2“ angekündigt. Auch hier wird der geneigte Käufer wieder schnell sein müssen, denn eine Indizierung wird nicht lange auf sich warten lassen. Viel Aufregung also – doch warum und weshalb eigentlich?

Die Automatikk-Beats sind bestenfalls bodenständig, die sogenannten Texte kreisen 75 Minuten lang um das erwähnte Bermudadreieck aus Drogen, Gewalt und Sauereien (praktischerweise im Track „Grass und Haschisch“ zusammengefasst) und die klischeehaften Raps im „Erkan und Stefan“-Slang sind auch keine Dauerbrenner. Abwechslung kommt nur dann auf, wenn sich Gastfeatures von Frauenarzt, Bass Sultan Hengzt, Mr. Long, MOK und MC Bogy in den ewigen „Wir ficken alles und jeden“-Provo-Quatsch einreihen. Ansonsten ist „Wir Fi***en Immer Noch Alles“ ein Album, das nach der Hälfte nur noch langweilt.

Anspieltipps:

  • Oh nein
  • Aufstand
  • Dissen ist in
  • Killakanakkken
  • Wir übernehmen jetzt
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