Lordi - The Arockalypse - Cover
Große Ansicht

Lordi The Arockalypse


  • Label: Drakkar/SonyBMG
  • Laufzeit: 37 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Kein Angst, der Onkel macht nur Spaß! Der liebe Herr Lordi aus Finnland und seine verrückte Splatter-Truppe (Amen an der Gitarre, Kita an den Drums, Ox am Bass und Awa an den Keyboards) sehen zwar zum fürchten aus, haben aber eher den Schalk im Nacken. Denn wo andere Hartwurstrocker sich und ihre mitunter ziemlich bescheuerte Maskerade viel zu ernst nehmen, wird unter den fiesen Latexmasken mit dem Auge gezwinkert und alles halb so ernst genommen.

Man muss ja auch nicht immer mit übermäßigem Anspruchsdenken an das Thema Hardrock/Metal herangehen. Deshalb passen Gaststars wie Bruce Kulick (Ex-Kiss), Dee Snider und Jay Jay French (Twisted Sister) sowie Reibeisenstimme Udo Dirkschneider (U.D.O., Accept) ganz hervorragend zum Monster-Metal auf Lordis drittem Album „The Arockalypse“.

Zwar ist der Einstieg mit dem überlangen Intro „SCG3 special report“ relativ zäh geraten, doch wenn die ersten Töne von „Bringing back the balls to the rock“ erklingen und Lordi zu fetten 80er Jahre Gitarrenriffs ins Mikro knurrt, verschwindet das Stirnrunzeln zugunsten eines breiten Grinsen, das sich in der folgenden halben Stunde nicht von den Backen zaubern lässt.

Im Vergleich zu den vorangegangenen Alben haben die fünf Finnen die Keyboard-Parts deutlich zurückgefahren. Dafür gehen die Gitarren umso kompromissloser zu Werke. Mit Stücken wie „It snows in hell“ und „Good to be bad“ wird das Tasteninstrument aber nicht vollkommen eingemottet. Weiterhin gibt es das hymnische, an Alice Cooper zu „Trash”-Zeiten erinnernde „Who’s your daddy?“, „They only come out at night” ist ein kultiges Grusel-Duett mit Udo Dirkschneider, „Chainsaw buffet“ wird vom Twisted-Sister-Duo Snider/French veredelt und „It snows in hell“ wird von Bruce Kulicks Gitarrenarbeit aufgemotzt.

Das ergibt neun spaßig schräge Songs zwischen Hardrock und Metal, die einen nicht unbedingt vom Hocker hauen, aber direkt in die Achtziger zurück katapultieren. Deshalb: Wer Alice Cooper vor 20 Jahren gut fand, wird auch „The Arockalypse“ etwas abgewinnen können.

Anspieltipps:

  • Supermonstars
  • Who’s your daddy?
  • They only come out at night
  • The night of the loving dead
Neue Kritiken im Genre „Hardrock“
6.5/10

Snakes & Ladders
  • 2017    
Diskutiere über „Lordi“
comments powered by Disqus