Leserkritiken zu
David Gilmour - On An Island

  • Rock
8/10 Unsere Wertung
5.5/10 Leser Stimme ab!

04.07.2009 - 11:14 Olle Sicher, so ein durch harmonisiertes Album MUSS gestandene PF-Fans spalten. Experimente Fehlanzeige und die meisten Texte sind eher unkritisch (das wäre dann eher die Waters-Ecke gewesen). Für mich allerdings hat das Album ALLES: Grenzenlose Schönheit, Melancholie, Perfektion und dann diese Stimme. Ich kann On An Island vier-fünfmal hintereinander hören und im Ambiente dieser gastfreundlichen Musik herum wandern, schwimmen schweben, tauchen, fliegen. Es spricht also in erster Linie Gefühle an und erst bei weiterer Vertiefung in die Materie kommt der intellektuelle Aspekt zum Tragen (und hält sich in überschaubaren Grenzen). Aber die Melodien verlaufen großmeisterlich von der kompositorischen Einfachheit zur klanglichen Komplexität.
Finger- und Stimmbandspitzengefühl sowie Einzel- und Gesamtarrangement heben ON An Island für mich von der Intensität her auf eine Stufe mit Marillions Misplaced Childhood oder PFs Wish You Were Here.
Die Musik wird wohl wahrscheinlich in absehbarer Zeit nicht neu erfunden werden können. Und wer das erwartet beschneidet seine eigene Genußfähigkeit. Also: Entspannen, genießen, eintauchen, und das Spätwerk eines zweifellos ganz großen Musikveteranens einfach als das akzeptieren was es ist: ein Geschenk.

10/10

05.08.2006 - 12:49 Dr. jörg lieblang etwas mehr gelassenheit. die zeit läuft gilmour weg und das weiss er. immer noch waters im genick und die frage, war`s das???? er endet dort wo alle satten induvidien enden. fettleibigkeit und selbstverliebtheit. ratschlag: gewicht reduzieren, polly auf distanz halten und mit den 3 kollegen ein final cut album aufnehmen und eine letzte Tour durchziehen. so geht man/frau in rente.

6/10

28.03.2006 - 12:18 Chris Da ist Sie! Jäh, völlig überraschend steht Sie vor mir im Regal und leuchtet mich tiefblau an.
"On an Island", David Gilmour.
Mal völlig außer acht lassend, was dieser Mann für/mit/bei Pink Floyd geleistet hat, ist dieser Mann musikalisch einfach eine Klasse für sich. Sein gitarristischer Ausdruck ist einfach Makellos! Für mich als Gitarrist ist er der disziplinierteste Gitarrist in der Geschichte der E-Gitarre. Sein Sound ist selbst im crunch/distorionbereich einfach "Glasklar".
Seine Stimme klingt auf diesem Album besser als alles was Pink Floyd in den 70ern gebracht hat.
Seinen musikalische Vergangenheit im Hinterkopf, hat man beim hören des öfteren ein Deja vu. Bei manchen Stücken hat man das Gefühl es mit "Part II" oder "Part III" von Songs des Albums "About Face" zu tun zu haben.
Die Instrumentals des Albums erinnern mich immer wieder an die Intros oder Interludes auf den Pink Floyd-Alben, während die "Songs" sich für meine Begriffe sowohl im Sound (die flächigen Keyboards fehlen) als auch in den Arrangements von "klassischen" Pink Floyd Songs unterscheiden. Also wolle der Meister bewußt er selbst sein und eben nicht "The voice and Guitar of Pink Floyd".
Das Album klingt sehr persönlich und man meint, den beruhigenden Wellenschlag an der Brandung der Kykladen hören zu können. Songs wie "The Blue" (mit einem typischen Gilmour-Gitarren-Solo), "Smile" (das einen einfach in die eigenen Erinnerungen und Träume entführt)oder Erzählungen wie "Pocketful of stones" (das irgendwie an die Klassiker "Wind in the willows" erinnert) und schließlich "Where we start" machen das Album zu einem schönen Hörerlebnis, jenseits der Hektik der "modernen, zur Zeit angesagten" Musiklandschaft.
Es klingt wie das Album eines Mannes der seine Ruhe, sich Selbst gefunden hat und nun auf "seiner" Insel mal nachdenklich, mal leise lächelnd sein Leben Revue passieren läßt und alle Welt daran teilhaben läßt.

Ich mag "On an Island"! Nicht weil es vom "Meister" ist, sondern weil es einfach schön klingt. Nicht spektakulär, einfach schön!

8/10

19.03.2006 - 03:12 Chris Ja. Der gute Herr kann es noch. Wunderbar melancholische Tracks von Altmeister David Gilmour. Man könnte meinen hier liegt ein neues "Pink Floyd" Album vor, denn die Einflüsse des nunmehr 60 Jahre jungen Veteranen sind nicht zu überhören. Als Krönung obenauf steuert Richard Wright natürlich sein können als Musiker dazu.

Fein gemacht. Hörenswert.

10/10

10.03.2006 - 15:42 manni Gott ist die Scheibe schön...so und nicht anders hab ich sie mir gewünscht(naja vielleicht ein wenig rockiger...aber das hätte dann wieder nicht sooo gepasst ) !)...vom Gefühl eher so melancholisch schön wie Meddle und Obsured by Clouds,also das richtige für den Psychedeliker und nicht so für den "Rocker"...wobei es sind auch richtige Abgeh-Solos enthalten..er hat nichts verlernt der David.
Manches erinnert an "Albatros"(Then I close my Eyes)oder Van Morrison(Red Sky)und anderes(die Single On an Island)an Pink Floyd zur Division Bell Zeit.
Das "einfachste" Stück der CD ist der letzte Song"Where we Start" und trotzdem zur Zeit(oder gerade deshalb?)mein liebster.
Und dann natürlich "The Blue" ...diese Psych-Gitarre...Wahnsinn !!
Einen richtig schwachen Titel kann ich auf der Scheibe nicht finden, irgendwie haben sie alle das gewisse etwas !
Fazit: ein rundum gelungenes Werk !

10/10

09.03.2006 - 14:39 Luis Leider setzt David Gilmour die durchwachsene Songqualität seiner Soloalben mit deutlicher Tendenz nach unten fort. "The Voice and Guitar of Pink Floyd", ohne dieses Label auf der Verpackung hätte wohl keine Plattenfirma der Welt diese Ansammlung an drögem Soundgewabbere und musikalisch durchweg mehr als langweiligen Songs veröffentlicht. In ähnlichen Sphären bewegen sich auch die Texte, die sich eher nach "Lyrikworkshop Englisch" auf Gymnasialniveau lesen, als z. T. von einer Schriftstellerin/Journalistin verfasst. Für alle Pink Floyd und David Gilmour Fans nach der tollen Live-DVD "David Gilmour in Concert" aus 2002 eine herbe Enttäuschung.

1/10

08.03.2006 - 02:27 Andy Auch ich bin ziemlich enttäuscht von der CD. Alles sehr langatmig um nicht zu sagen langweilig. Sicher gibt es auch ein paar kurze Höhepunkte, aber alles in allem hatte ich mir nach 12 Jahren Abstinenz etwas mehr erwartet.

Naja, der Mann ist ja mittlerweile auch 60 Jahre alt und vielleicht sollten wir ihm seine ruhigen Momente gönnen.

Interessant ist auch, dass Gilmour in den "Special Thanks" im CD-Booklet von seinem "Freund" Rick Wright spricht. Da mußte ich gleich an Wright's Soloalben denken - die klingen ganz ähnlich.

4/10

06.03.2006 - 15:59 Heike Beim Hören der neuen CD fühlt man sich bei den ersten Klängen wahrlich in die früheren Zeiten versetzt. Auch die weiteren Lieder haben vereinzelt Sequenzen aus der damaligen (Hoch)-Zeit. Für meine Verhältnisse hat die CD aber zu wenig Pep, zuwenig Neues. Man hat das Gefühl, alles schon irgendwie einmal gehört zu haben.

Schade, ich als alter Floyd-Fan hätte mehr erwartet.

6/10

06.03.2006 - 11:57 Erich Lutz Klasse Album - erinnert an die besten Werke von Pink Floyd - und ist deutlich besser als die letzten beiden Studiowerke - anhören und genießen!

10/10

03.03.2006 - 13:51 Peter 12 Jahre...

Relativ genau diese lange Zeit ist es her, dass das letzte Gilmour-Album anfing, den Staub der Plattenregale anzusetzen. Natürlich damals noch unter dem Namen Pink Floyd. Damals konnte man sich schon getrost fragen, ob Rick Wright und Nick Mason nicht doch nur Gastmusiker waren und ob die Songtexte wirklich alle von Gilmour stammen. Aber Boshaft war deswegen trotzdem keiner, zumindest keiner der Pink Floyd für Ihre progressiven Epen der 70er Jahre liebte. Schön war es das wiedersehn und vielleicht sogar noch etwas weltbewegend - Immerhin hat VW ja sogar eine Kfz-Serie nach ihnen benannt. Da wünschte man sich wirklich noch einmal die glorreichen Jahre von 1966 bis 1977 zurück, diese 11 wundervollen Jahre voller Innovation und Tiefe.

Trotzdem waren "A Momentary Lapse Of Reason" (1987) und "The Division Bell" (1994) bestückt mit brillianten Momenten, nur leider deren zu wenig. Zu seicht und künstlich glattgebügelt wirkte hier der Rest. Lieblos zusammengestückelt, vom Songwriting ganz zu schweigen.

Und jetzt, 2006, das Warten hat ein Ende! Endlich das neue 1/2-Pink Floyd-Album ist da! Gilmour und Wright wieder vereint "on an island". Schön ist es, was man da zu hören bekommt. Gleich zu Beginn, diese glasklare, ja ätherische Gitarre über wabernden Keyboards - So hätten auch die letzten beiden Alben beginnen können. Freude macht sich breit beim Pink Floyd Fan, der sich um Jahre zurückversetzt fühlt.

Doch leider nimmt die kurz gefühlte Freude ein jähes Ende mit der gediegenene Langeweile, die sich ab dem Titelsong bis zum bitteren Ende durchsetzt...

Nein, das ist kein Verriss! Gilmour ist rein technisch auf der Höhe der Kunst! Seine Stimme wirkt mit nunmer fast 61 Jahren frisch wie 1968 auf "A Saucerful Of Secrets"! Und eine schöne Platte um dösig in den Tag zu starten, ein gemütliches Mittagsnickerchen zu machen oder zum Abends nach dem Grillen in den Sternenhimmel schauen ist es allemal geworden!

Leider ist man enttäuscht, wenn man Pink Floyd für Ihre Innovation und Experimentierfreudigkeit einst liebte. Aber es handelt sich ja auch um Gilmour Solo und nicht um Pseudo-Pink Floyd, wie man sie ab "The Wall" hätte nennen sollen.

Nein, schön ist, dass es wahrlich kitschig-schönes Lebenszeichen von David Gilmour und zu Teilen auch Rick Wright gibt und nicht belanglos käsige Opern à la Roger Waters anno 2005...

Die zukunftsweisenden Töne geben heute freilich andere an: The Mars Volta, Radiohead, Dredg, Tool oder ...Trail of Dead um nur eine Handvoll zu nennen.

Trotzdem "Welcome Back To Life" David Gilmour!

Und am Montag wird der Gute auch schon 61...

6/10