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Diverse SZ Diskothek: 1962


  • Label: Ministry Of Sound
  • Laufzeit: 51 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
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Mit der ´62er Ausgabe geht die SZ-Diskothek auf den Mythos Kalifornien und die Beach Boys ein. Eine sehr gute Beschreibung ist dabei dem britischen Autor Nik Cohn gelungen. Dieser schrieb in seiner Pophistorie, „es sei der Ort, für den Pop geschaffen wurde... und es sei das Zauberland jenseits der Ozeane, wo man nicht älter wird als 25, die Schule verboten ist, Coke frei aus öffentlichen Brunnen fließt und die perfekte kosmische Welle sich endlos an den Gestaden Hollywoods bricht. Und es ist erschaffen worden, als die Teens in grauen Städten lebten, in Mietskasernen, und es dauernd regnete und alle wussten, dass das nicht gerecht ist, dass es etwas Besseres geben musste. Kalifornien ist etwas Besseres.“

Zum Bild des tropischen Paradieses inmitten der USA gehörte natürlich das Surfen. In den USA gelangte der Spaß auf Brettern zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Hawaii zunehmend zu einem touristischen Ziel wurde. In den Zwanzigern entwickelte sich eine erste Surfszene in Kalifornien. Die Sportler eiferten dem entspannten hawaiianischen Lebensstil nach und kultivierten eine unangepasste Haltung. Anfang der Sechziger entstand die Surfmusik. Der Surfer Dick Dale übersetzte das rauschhafte Geschwindigkeitserlebnis auf der Welle in Musik. Mit Instrumentals wie „Let’s go trippin’“, „Surf beat“ und vor allem „Miserlou“ definierte Dale das erste Musikgenre, das nach einer Sportart benannt wurde.

Obwohl Dick Dale darauf besteht, den Surfsound erfunden zu haben, gibt er zu, auf den Terminus nicht gekommen zu sein. Das waren Kids, die zu seinen Konzerten kamen. Die erste Generation der Surfmusik war rein Instrumental, bis Brian Wilson kam. Zusammen mit seinen Brüdern Carl und Dennis sowie Mike Love und Al Jardine stellte er seine Gesangstruppe auf die Beine. Das Familienunternehmen nannte sich Beach Boys und debütierte 1961 mit dem Song „Surfin’“. Der Titel wurde von der Surfszene als Hymne angenommen und stieg im Januar 1962 auf Platz 118 in die Billboard Charts ein. Im Sommer des Jahres unterschrieben die Beach Boys bei Capitol Records und stürmten fortan regelmäßig die Charts.

Im Fundstück dieser Ausgabe kommt Stevie Wonder zu Wort, der 1962 sein erstes Album veröffentlichte und im Interview auf seine Anfangsjahre bei Motown Records zurückblickt. Musikalisch geht es nicht minder interessant zu. Die beigefügte CD enthält Songs von Quincy Jones („Soul Bossa Nova“), Mary Wells („You beat me to the punch“), Stevie Wonder („Frankie and Johnny”), The Contours („Do you lovee me”) und natürlich die Beach Boys mit „Surfin’ safari”.

Anspieltipps:

  • Willie Nelson – Touch me
  • Solomon Burke – Cry to me
  • Littel Eva – The Loco-Motion
  • Booker T. & The M.G.s – Green onions
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