Busta Rhymes - The Big Bang - Cover
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Busta Rhymes The Big Bang


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 59 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Neues Label, neues Team, neuer Sound, neuer Style, neuer Look, ein komplett neuer Busta Rhymes? Diese Frage habe ich mir auch gestellt, als ich zum ersten Mal „The Big Bang“ gehört habe. Und die Wahrheit ist: Es ist kein neuer Busta Rhymes in der Aftermath-Schmiede zusammengebastelt worden, sondern es gibt endlich Busta Rhymes zu 100 %! Das beweist er der Menschheit mit insgesamt 15 Liedern, die allesamt etwas ganz Besonderes sind. Sei es wegen dem Beat, des Raps oder der Kollaboration mit anderen Künstlern. Busta hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um sein letztes Platinalbum „It Ain’t Safe No More...“ zu übertrumpfen. Und das ist ihm deutlich gelungen.

Die Gästeliste ist überfüllt mit Stars wie Missy Elliott, Q-Tip, Raekwon, Timbaland, Sha Money WL, Kelis, Will.I.Am, Nas, Swizz Beats und Stevie Wonder und könnte noch seitenweise weitergeführt werden. Nicht zu vergessen ist, dass Dr. Dre höchstpersönlich als Executive Producer hinter das Mischpult saß. „Wir wussten beide, dass wir neue Herausforderungen finden müssen, um letztlich ein Album abzuliefern, das die Grenzen meiner alten Aufnahmen übertrifft und neue Standards setzt.“, berichtet Trevor Smith alias Busta Rhymes stolz über seinen „Big Bang“, der mit seinen vielen Kollaborationen neue Elemente in die Musik einflechten lassen möchte. Jedoch ist Bustas Part an dem Album durch die vielen Kollaborationen nicht weniger geworden. Er hat die Hauptteile der Lieder für sich behalten und die Refrains seinen Gästen überlassen, wodurch Busta sein neues Werk sehr wohl als „Eigenleistung“ ernennen kann.

Die ersten beiden Singleauskopplungen sind „Touch it“ und „I love my bitch“. Beide Tracks sind Clubbanger und ziehen einen förmlich auf die Tanzfläche. Der von Swizz Beats produzierte Song „Touch it“ wird durch Bustas Rapstil und den Ohrwurm-Refrain erst so richtig gut. Busta wechselt von einem langsamen und leisen Rap zu einem schnellen und lauten Rufen, was den Song noch spezieller macht. Noch besser ist jedoch die zweite Single „I love my bitch“, wo Busta tatkräftig von den HipHop-Kollegen Will.I.Am und Kelis unterstützt wird. Der Beat, Chorus, Rap und Gesang sind perfekt aufeinander eingestimmt und stimmen einfach nur zum fröhlich sein an.

Den neuen „Busta-Style“ kann man zum ersten Mal bei dem Lied „New York Shit“ wahrnehmen, der bei den darauf folgenden Nummern weitergeführt wird. In „In The Ghetto“ findet man einen schnellen und rhythmischen Rap, der bei „Cocaina“ in eine Art Old-School-Rap übergeht. Der lustigste Track des Albums ist mit großer Wahrscheinlichkeit „Get down“. Man fühlt sich, als ob man mitten im Dschungel stehen und eine riesige Party um einen herum stattfinden würde. Doch es gibt nicht nur Partysongs auf „The Big Bang“, was „Been through the storm“ featuring Stevie Wonder beweist. Das Lied handelt von Familien, die in die USA emigrieren, um ein besseres Leben zu führen, jedoch nie ihre Ziele und Wünsche verwirklichen können. „Der Song fühlt sich an wie ein Kurzfilm.“, erzählt Busta, „Es sind Dinge, die ich am eigenen Leib erlebt und beobachtet habe. All das fließt in meine Texte mit ein. Denn damals konnte man solche Geschichten an jeder Straßenecke miterleben.“ Auch Stevie Wonders Gesang ist ziemlich beeindruckend. Schon lange nicht mehr, hat er seine Stimme so gut hervorgehoben, wie auf diesem Track.

Fakt ist, dass Bustas Reime nachdenklicher und erwachsener geworden sind. Er hat viele verschiedene Sorten Musik in sein neues Album mit einfließen lassen und seine Lyrics sind nicht einfach nur daher gerappt, sondern erzählen viele verschiedene Geschichten. Die Welt ist eindeutig bereit, um den neuen Busta Rhymes kennen zu lernen und man darf gespannt sein. Denn die Mischung von Überflieger-Team Aftermath, Dr. Dre, der Gästeliste und dem unkontrollierbaren und energiegeladenen Busta Rhymes ergibt nur eins: „The Big Bang“!

Anspieltipps:

  • New York Shit
  • In The Ghetto
  • Cocaina
  • You Can’t Hold The Torch
  • I Love My Bitch
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