David Celia - Organica - Cover
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David Celia Organica


  • Label: Taxi Stand/RADAR
  • Laufzeit: 36 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

David Celia ist ein multiinstrumentaler Singer/Songwriter aus Toronto, Kanada, der seit einigen Jahren mit seinem ersten und bisher einzigen Album „Organica“ (2002) durch die Lande reist und es live promotet. Dabei tourte er u.a. mit Fairport Convention und arbeitete mit Kollegen wie Ron Sexsmith, Astrid Young, Sarah Slean, Buck 65 und The Arcade Fire zusammen – sagt zumindest der deutsche Vertrieb Taxi Stand/Radar, der das Album nun auch bei uns bekannt machen will. Mit ein paar bekannten Namen geht das natürlich leichter. Und auf Tour kommt der Gute auch. Was sollte da also schief gehen? Schließlich haben vergleichbare Künstler wie Damian Rice und Jack Johnson auch den Durchbruch geschafft.

Ein mehr oder weniger kleines Problem gibt es dennoch. Das Live-Können von Herrn Celia ist dem Rezensenten zwar nicht bekannt, aber auf Platte wirken seine Lieder harmlos und austauschbar. Die Melodien eines Howie Day oder die federleichten Arrangements von Jack Johnson bekommt er jedenfalls nicht hin. Bei dem Kanadier geht es dagegen eher komplex und etwas behäbig zu – besonders gut zu hören bei den drei Instrumentalstücken „Growin’ Owen”, „Lucas“ und „The wind“, die technisch sauber und ausgefeilt, aber ohne Höhepunkte aus den Boxen perlen. Lockerer Folkpop wird von „Procrastination“ und „Afraid to change“ verströmt, „He’s a caterpillar“ kommt verspielt countryesk daher, während „Warm fuzzy“ und „Evolution“ mit schönem mehrstimmigen Gesang an Westcoast-Pop erinnern.

Okay, das ist alles ganz nett, doch herausragende Hooklines kann Celia nicht sein Eigen nennen. Deshalb verwundert es überhaupt nicht, dass noch kein großes Label die Fühler nach dem Singer/Songwriter ausgestreckt hat. Denn was David Celia auf seinem Debüt darbietet, ist gepflegtes Mittelmaß, mit dem er auf dem europäischen Markt keine Chance haben wird. Seine Landsleute sehen das wohl anders, sonst würde der Bursche nicht seit vielen Jahren als Geheimtipp durch Nordamerika touren.

Anspieltipps:

  • Lucas
  • The wind
  • Afraid to change
  • Don’t keep it all inside
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