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Diverse SZ Diskothek: 1957


  • Label: Ministry Of Sound
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
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Was war los vor fast 50 Jahren? Die SZ Diskothek 1957 gibt darüber Auskunft. So befasst sich der Autor Ed Ward mit der Rock’n’Roll-Hysterie dieser Tage, als Elvis Presley, Jerry Lee Lewis und Buddy Holly durchstarteten.

Amerika in der Eisenhower-Ära war spießig und kulturkonservativ. Das Land musste sich erst noch an die Vorstellung gewöhnen, der zufolge ein Teenager eine besondere und eigenständige sozialkulturelle Größe war, eine Person, die zu alt war, um noch als Kind zu gelten, aber zu jung, um als Erwachsener durchzugehen. Teenager hatten Jobs nach Schulschluss und am Wochenende. Sie verdienten ihr eigenes Geld – und gaben es auch aus, für alles, was ihr Herz begehrte: Klamotten, Musik, Hamburger, Eiscreme, Autos. Sie waren scheinbar über Nacht zu einem wichtigen Wirtschaftfaktor geworden. Den Teenagern schien es einen Höllenspaß zu machen, die ältere Generation auf die Palme zu bringen. Ihre Musik bestand aus stampfenden Rhythmen und wildem Gekreische, ihre Kleidung war sexuell aufreizend.

Es war erst ein Jahr her, dass Elvis den landesweiten Durchbruch geschafft hatte, etwa zur gleichen Zeit, als Little Richard auf der Bildfläche erschien. Chuck Berry war seit zwei Jahren zugange. Was vor allem die Leute aus dem Musikbusiness beunruhigte, war der Sachverhalt, dass sich diese Mode so wie andere Moden in der Vergangenheit nicht wieder in Luft auflöste, sondern immer mehr Zulauf bekam. 1957 war zweifellos das erste annus mirabilis des Rock’n’Roll. Elvis tauchte an allen Ecken und Ende auf und hatte vier Nr.1-Hits. Chuck Berry lieferte musikalische Manifeste ab, Jerry Lee Lewis demonstrierte, dass nicht nur Schwarze wie Little Richard ein Klavier malträtieren konnten, während Buddy Holly aus dem Nichts kam.

Im Fundstück dieser Ausgabe geht Star-Gitarrist Jeff Beck ebenfalls auf diese Epoche ein und berichtet davon, wie eine Schallplatte sein Leben verändern sollte. Songs, die das Leben veränderten befinden sich auch auf der beigefügten CD. Nämlich u.a. Titel von Fats Domino („Blue monday“), Larry Williams („Short fat fannie”), Robert Mitchum („What is this generation coming to?”), Gene Vincent („Cruisin’”) und The Everly Brothers („Bye bye lover”).

Anspieltipps:

  • The Crickets – That’ll be the day
  • Mose Allison – Young man’s blues
  • Harry Belafonte – Island in the sun
  • Jerry Lee Lewis – Whole lot of shakin’ going on
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