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NoFX Wolves In Wolves Clothing


  • Label: Fat Wreck/SPV
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Das neue Album kann sich auf jeden Fall hören lassen und wurde auch nicht negativ von NoFXs begeisterten Affinität für Alkohol beeinflusst.

Die amerikanische Punkband NoFX wurde 1983 in Los Angeles gegründet und hat seitdem weltweit über 6 Millionen Platten verkauft. Als Vorbilder dienten u.a. Bands wie Bad Religion, The Misfits und RKL. Nachdem NoFX in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Punkbands geworden sind, sind es mittlerweile sie selbst, die andere Bands beeinflussen. Leadsänger und Bassist Mike Burkett, der sich selbst lieber Fat Mike nennt, betrachtet die Erfolgsstory mit sehr viel Humor: „Being in NoFX is easy. There's nothing easier than being an alcoholic in a punk rock band. We didn't start out being alcoholics, but we're definitley gonna finish that way. It all started in the winter of 83. We were all sixteen and had no idea how to play musical instruments. Lucky for us we wanted to play punk, therefore you didn't need to know how to do anything.“ Entdeckt wurde NoFX vom Bad-Religion-Sänger Brett Gurewitz, der sie bei Epitaph Records vorgestellt hat, wo sie ihre erste LP „S&M Airlines“ aufgenommen haben. Es folgten etliche weitere Alben wie „Ribbed“, „Punk in Drublic“ und von „Pump Up The Valuum“. Ihr letztes hieß „War on Errorism“ (2003). Nun starten die Punks aus L.A. mit einem neuen Album durch: „Wolves In Wolves Clothing“.

Dem Punk wird zwar gerne sein Hang zur musikalischen Einfachheit vorgeworfen, doch hat das Schreiben von guter Punkrockmusik sehr wohl seine Tücken: Der Punk lebt ja bekanntlich von seinen sozial- und politisch kritischen Texten. Punk würde nicht im Geringsten so viel Spaß machen, wenn sich nicht irgendein Politiker ärgern würde, dessen Programm durch den Schmutz gezogen wird. Deshalb gilt es für die Punkrock-Elite, zu der NoFX mittlerweile gehören, sich ihr großes Mundwerk aufrecht zu erhalten und sich von den vielen Dingen, die es in der Welt noch immer zu bekritteln gibt, zu neuen, frechen Texten inspirieren zu lassen.

NoFX haben sich auf ihrem neuen Album an dieses Erfolgsrezept gehalten. An ihrer Musik haben sie stilistisch nichts verändert, es handelt sich hier um NoFX wie wir sie kennen und lieben. Als amerikanische Punks fühlen sie sich nach wie vor an der Quelle, wenn es darum geht, zu kritisieren: „It's like seeing a car crash inside a car/ the driver got his head graned back he's telling you a joke/ you see the bus, on collision course/ you point your arm and turn your head and wait for the impact/ this is the feeling we learned to live in North America, “ heißt es in „USA Holes“. In dem Song wird auch eine allegorische Verbindung zur Titanic hergestellt, mit der Botschaft „im Moment fühlen wir uns in Amerika wie auf einem sinkenden Schiff“.

Auch ein Bekenntnis zur politisch linken Seite darf nicht fehlen, wir finden dies in „The Marxist Brothers“. NoFX dürften keine besonderen Fans von asiatischem Essen und einem netten, kleinen Japan Urlaub sein, wie sie in „Cool an unusual punishment“ besingen. Ihre Ferien verbringen sie wohl lieber im sonnigen Spanien. Ganz im Geheimen: Es gibt am Ende des Albums einen versteckten Track, für alle Leute die jetzt neugierig geworden sind und das Album unbedingt haben wollen.

Abschließend kann man sagen, dass NoFX ihr Handwerk als Musiker verstehen, auch wenn Fat Mike von den Anfängen als betrunkene Punks, die nicht wussten wie man ein Instrument spielt, nicht ganz überzeugt war. Mittlerweile haben sie es geschafft, sich dieses Können anzueignen und sich zu Recht einen Platz in der Punkrock-Gemeinde zu sichern. Das neue Album kann sich auf jeden Fall hören lassen und wurde auch nicht negativ von ihrer begeisterten Affinität für Alkohol beeinflusst. Nur weiter so !

Anspieltipps:

  • Seeing double at the triple rock
  • The Marxist Brothers
  • The Man I killed
  • 100 Times Fuckeder
  • One Celled Creature
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