Lionel Richie - Coming Home - Cover
Große Ansicht

Lionel Richie Coming Home


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 47 Minuten
Artikel teilen:
5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Lionel Richie, dieser grundsympathische Typ, ist bald im 40. Karrierejahr, wirkt aber immer noch frisch und unverbraucht wie am ersten Tag. Seine beispiellose Laufbahn begann im Jahr 1967 mit der Band The Commodores, die 1971 ihren ersten Plattenvertrag beim legendären Motown Label unterzeichnete und mit Lionel Richie als Songwriter bis Ende der 70er Jahre große Erfolge feierte. 1980 stieg Richie aus und begann mit dem 1982er Album „Lionel Richie“ eine Solokarriere. Der 57-Jährige kann mittlerweile auf über 100 Millionen verkaufte Tonträger und zeitlose Hits wie „All night long“, „Endless love“, „Three times a lady“, „Easy“, „Hello”, „Say you, say me” und „Brick house” zurückblicken, die mit Gewissheit mehreren Generationen der Richie-Familie die Rente sichern.

Da zwischen Studioalbum Nr. 3 („Dancing On The Celling“, 1986) und Nr. 4 („Louder Than Words”, 1996) zehn Jahre Abstand liegen (das 1992er „Best Of“-Comeback „Back To front“ mit lediglich drei neuen Stücken nicht mitgerechnet), ist das neue Werk „Coming Home“ tatsächlich erst das neunte Studioalbum von Mr. Richie. Für dieses hat sich der Sänger vorgenommen, den Stil und Sound seiner Anfangstage mit Hilfe neuer musikalischer Techniken in die Jetztzeit zu übertragen und in ein modernes Klanggewand umzuwandeln. Mit Hilfe von Def Jam Labelboss Antonio „LA“ Reid ist Lionel Richie daraufhin mit jeder Menge Produzenten und Songschreiber in Kontakt getreten, um seine Vorstellung zu verwirklichen. Am Ende steht nun eine Feauture-Liste, die sich gewaschen hat. Unter anderen sind an dem Album beteiligt: Stargate (Rihanna, Ne-Yo), Raphael Saadiq (The Roots, Kelis), Sean Garrett (Usher, Beyoncé), Jermaine Dupri (Mariah Carey, LL Cool J), Rodney Jerkins (Whitney Houston, Toni Braxton), Dallas Austin (Michael Jackson, Madonna), Jerry Duplessis (The Fugees, Destiny’s Child), Chuckii Booker (TLC, Janet Jackson) und Wyclef Jean (Sarah Connor, Jin).

Diese Jungs haben sich vorgenommen, dem guten Lionel ein schwer hitverdächtiges Album auf den Leib zu schreiben. Herausgekommen sind aber zwölf Songs, von denen Dreiviertel als ganz schlappe R&B-Langweiler durchgehen („Sweet vacation“, „Why“, „I apologize“). Einigermaßen interessant wird es immer dann, wenn der verstaubte R&B- und Balladen-Sound aufgebrochen wird und etwas Leben in die Bude kommt. So etwa bei der feurigen „All night long“-Fortsetzung „All around the world“ oder der ersten Singleauskopplung „I call it love“. Ebenfalls noch ganz nett sind „Reason to believe“ aus der Feder von Dallas Austin, die zarte Reggae-Andeutung „Stand down“ und die absolut typische Lionel-Richie-Ballade „I love you“. Der Rest ist leider nur Durchschnitt und nicht das, was man sich von einem Lionel-Richie-Album wünscht.

Anspieltipps:

  • I love you
  • I call it love
  • What you are
  • I’m coming home
  • Reason to believe
Neue Kritiken im Genre „R&B“
9/10

Fragen Über Fragen
  • 2017    
7/10

A Seat At The Table
  • 2016    
Diskutiere über „Lionel Richie“
comments powered by Disqus