Christina Milian - So Amazin´ - Cover
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Christina Milian So Amazin´


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer sich im letzten Jahr den Film „Be Cool“ (Nachfolger der genialen Gangster-Komödie „Schnappt Shorty“) angesehen hat, konnte verpackt in eine nette Handlung, die Story einer jungen Sängerin miterleben, die aufgrund ihrer bezaubernden Stimme von Obergauner Chili Palmer (John Travolta) nach dem einen oder anderen Handgemenge mit ihrem Ex-Manager unter seine Fittiche genommen wird. Diese Rahmenhandlung war weiter nicht schlimm, doch die folgenden Lobhudeleien und die permanenten Begeisterungsstürme von diversen Musikern, die als Gaststars einen Cameoauftritt hatten (unter anderem Aerosmith) und das im Film angehende Pop-Sternchen mit dermaßen schleimigen und unnötigen Kommentaren in den Status einer musikalischen Offenbarung hoben, zogen den ansonsten amüsanten Film in die Sparte „ganz und gar nicht subtiler und überlanger Werbefilm“.

Wie unschwer zu erraten ist, spielte Christina Milian das einzigartige Goldkehlchen „Linda Moon“. Dass die aus New Jersey stammende Amerikanerin diesen äußerst unauffälligen Karriereschub gar nicht nötig gehabt hätte, zeigen nicht nur die im Vergleich zum selbstbetitelten Debüt steigenden Verkaufszahlen ihres letzten Albums „It´s About Time“ (06/2004), das sogar für einen Grammy nominiert wurde, sondern auch die Tracks ihres neuen Werkes „So Amazin´“.

Darin erstreckt sich ein buntes R&B-Potpourri aus äußerst tanzbaren Midtempo-Stampfern („Say I“, „Twisted“, „So amazin´“, „Hot boy“, „My lovin´ goes“) und relaxten Grooves („Who´s gonna ride“, „Foolin´, „Just a little bit“), die sich mit gefälligen und behutsam vorgetragenen Balladen („Gonna tell everybody“, „Y´all ain´t nothin´“, „She don´t know“) abwechseln. Nach und nach verlieren zwar einige der Tracks ihre anfängliche Strahlkraft, da von gängigen Songschemen nicht Abstand genommen wurde, aber allein der Titeltrack besitzt eine unwiderstehliche Hookline, die durch einen pumpenden Bass umrahmt wird, sodass die Beine von selbst zu wippen beginnen und dem restlichen Körper erklären „Lass uns tanzen!“.

Produziert hat das Album das Produzentenduo Cool & Dre (nicht zu verwechseln mit Eminem-Mentor Dr. Dre) und als Gaststars fungiert der vor allem in Amerika erfolgreiche Rapper Young Jeezy und die HipHop-Combo Three 6 Mafia. „So Amazin´“ ist zwar nicht atemberaubend, wurde aber gekonnt in Szene gesetzt und zeigt, dass Frau Milian nun wirklich keine Pseudo-Vermarktungsstrategie a la „Be Cool“ benötigt.

Anspieltipps:

  • Say I
  • Hot Boy
  • So Amazin´
  • Just A Little Bit
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