Carla Vallet - Journey - Cover
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Carla Vallet Journey


  • Label: Red Rock/SPV
  • Laufzeit: 60 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die 27jährige Carla Vallet hat Musik im Blut. Ihr Vater ist ein französischer Jazz-Pianist, ihre Mutter eine amerikanische Gospelsängerin. Da war es irgendwie klar, dass die in Madrid geborene Carla in die Fußstapfen ihrer Eltern treten würde. Wenn auch nicht unmittelbar. Zuerst studierte sie in New York Jazzgeschichte. Nebenbei arbeitete sie als Model und am Theater. Nach ihrem Musikstudium zog sie nach Japan, um in der Nähe von Hiroshima Englisch und Japanologie zu studieren. Danach arbeitete sie in London als Lehrerin für Musik und Theater und später unterrichtete sie in Kent Spanisch und Französisch an einer Mädchenschule. Nebenher trat sie in kleinen Jazz-Clubs auf, wo der Produzent Leslie Mandoki auf sie aufmerksam wurde.

Mandoki verpflichtete sie als Sängerin für einen Werbespot. Der Song „Streets of tomorrow“ sollte die Kampagne für den neuen Audi Q7 untermalen. Zudem arbeitete man laut Presseinfo mit 27 (!) internationalen Komponisten, Sound-Designern und Toningenieuren in den Tutzinger Park Studios am „Journey“ betitelten Debütalbum der Kosmopolitin. Dabei ist von Carla Vallets Jazz-Background leider nicht sonderlich viel übrig geblieben. Auf „Journey“ stehen tanzbare Beats und Lounge-Popsongs im Vordergrund, was ja nicht verkehrt ist. Aber wenn Songs so glatt produziert und konturlos aus den Boxen plätschern wie es hier der Fall ist, fragt man sich schon, wie dieses Album auch nur ansatzweise aus der Masse herausstechen soll.

Auch die Coverversionen „You’re the voice“ (John Farnham) und „Streetlife“ (The Crusaders) können den starken Originalen überhaupt nichts hinzugewinnen und enttäuschen auf ganzer Linie. Dabei variiert der Sound auf „Journey“ durchaus und mischt mal rockigeren Stücke („On the wild side“) mit funky Grooves („Tears from the moon“) und balladesken Klängen („The journey is long“). Doch am Ende kommt nicht mehr als gut gemeinter Adult-Pop mit geringen Spurenelementen aus dem Jazz-Bereich heraus, der keinem vom Hocker haut. Ach ja, „Truth on the radio“ ist dann doch ganz gut gelungen und dürfte sogar Hitchancen haben. Wenigstens etwas.

Anspieltipps:

  • Truth on the radio
  • The journey is long
  • Streets of tomorrow
  • Tears from the moon
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