From First To Last - Heroine - Cover
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From First To Last Heroine


  • Label: Epitaph/SPV
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein äußerst anstrengendes Album liefern From First To Last aus Orlando, Florida mit ihrem Zweitwerk „Heroine” ab. Die Jungspunde Sonny Moore (Gesang), Travis Richter (Gitarre, Gesang), Matt Good (Gitarre, Gesang) und Derek Bloom (Drums) haben sich voll und ganz dem zurzeit so angesagten Screamo-Rock/Post-Hardcore verschrieben und ziehen dabei alle Register des Genres: Düstere Texte, ein ultra-tief bollernder Bass (gespielt von Limp-Bizkit-Gitarrist Wes Borland), kreischende Gitarren und ein Sänger, der sofort bei The Mars Volta bzw. At The Drive-In anfangen könnte, so sehr kommt er dem Organ von Ober-Sirene Cedric Bixler nahe.

Der Nachfolger von „Dear Diary, My Teen Angst Has A Body Count“ (2004), das sich mehr als 100.00 Mal verkaufte, wurde studiotechnisch von Produzent Ross Robinson (Korn, Slipknot, Cold, Soulfly) und Soundmixer Andy Wallace (System Of A Down, Nirvana, Sepultura) betreut. Das hört man natürlich aus allen Poren. Denn From First To Last ist Emo pur – und dazu gehört nun mal eine Dicke-Hose-Produktion.

Das inzwischen in Los Angeles ansässige Quintett (Jon Weisberger hat Bandkumpel und Aushilfsbassisten Wes Borland abgelöst) fräst sich mit den elf Songs auf „Heroine“ unaufhaltsam durch das Ohr ins Gehirn des Hörers. Sie servieren eine Priese Punkrock („The crows are coming for us“), holen die Metal-Keule heraus („The latest plague“), bieten vertrackte Prog-Rock-Parts auf („... And we all have a hell“) und lassen mit besorgniserregende Schreiereien aufhorchen („Afterbirth“, „World war me“).

So was braucht natürlich seine Zeit und geht nicht sofort ins Ohr. Doch meistens sind es ja diese Platten, die besondere Qualitäten besitzen, die erst nach mehreren Durchläufen einen Platz im Kleinhirn gefunden haben. Dazu zählt auch „Heroine“. Anfänglich löst der Hybrid aus dramatischen Emo-Parts und progressivem Punkrock noch verständnisloses Kopfschütteln aus. Doch nach einiger Zeit geht das Kopfschütteln in Headbangen über. Spätestens dann darf man sich sicher sein, dass man die Platte verstanden hat.

Anspieltipps:

  • Heroine
  • Afterbirth
  • Mothersound
  • Shame shame
  • The crows are coming for us
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