Band Of Horses - Everything All The Time - Cover
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Band Of Horses Everything All The Time


  • Label: Sub Pop/CARGO
  • Laufzeit: 36 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Band Of Horses – oder zwei Pferdeflüsterer aus Tuscon, Arizona auf den Spuren von Built To Spill, My Morning Jacket und Songs:Ohia. Namentlich sind dies Benjamin Bridwell (Gesang, Gitarre, Piano) und Mat Brooke (Gitarre, Banjo). Seit Mitte der 90er Jahr sind die beiden in Seattle ansässig, spielten zusammen in verschiedenen Gruppen und seit 2004 eben als Band Of Horses. Während einer gemeinsamen Show mit Iron & Wine wurde das live und im Studio um Tim Meinig, Sera Cahoone (Drums) und Chris Early (Bass) verstärkte Duo vom Sub Pop Label entdeckt und unter Vertrag genommen.

Nach einer selbstbetitelten EP im letzten Jahr, folgt nun das erste Album „Everything All The Time“. Dieses schleicht sich ganz leise an den Hörer ran, flüstert seine wunderbaren Melodien zwischen Indierock („The first song“) und zarter Folkmusic („Monster“) aus den Lautsprechern, dass man noch ein Stück näher an selbige rücken möchte. Dabei geht es bei den von Phil Ek (Modest Mouse, Built To Spill, The Shins, Aveo) produzierten Songs recht behaglich zu. Ben Bridwell bekommt jede Menge Hall auf sein Stimme gelegt, die dadurch wie auf Wolken schwebt. Die Melodien springen einen nicht an, sondern müssen erst aus dem Geschenkpapier der Pferdeband gewickelt werden.

Der Sound ist anfänglich recht roh, mitunter wird es auch etwas lauter („Wicked girl“), aber mit zunehmender Spieldauer entfacht sich die ganze Pracht des Songwritings, bis mit dem großartigem „The funeral“ der erste Höhepunkt des Albums ins Haus steht. Von da an macht die Band Of Horses Gefangene im großen Stil. Sieben gut bis sehr gute Songs am Stück sorgen für absolute Verzückung beim Hörer. So ist „Part one“ ein herzzerreißender Akustiksong, „The great salt lake“ eine Indierockhmyne für die Insel und „St. Augustine“ der Inbegriff eines perfekten, zweistimmigen Folksongs.

Band Of Horses ist die Indie-Kapelle der Stunde. Ihr Debüt bringt alles mit, was es für ein großes Album braucht. Dabei will „Everything All The Time“ als Ganzes verstanden werden – auch wenn einzelne Songs aus dem Verbund herausstechen. Es entfacht nach einiger Anlaufzeit den Zauber eines geschlossenen Werkes, dem sich geneigte Indie-Rock-Fans kaum entziehen können.

Anspieltipps:

  • Monster
  • The funeral
  • St. Augustine
  • The great salt lake
  • I go to the barn because I like the
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