James Holden - At The Controls - Cover
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James Holden At The Controls


  • Label: Resist Music/Rough Trade
  • Laufzeit: 120 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Der neue Darling in der britischen Dance-Szene heißt James Holden. Mit seinem schwer editierbaren Hybrid-Sound, den er am heimischen PC erschuf und der die traditionellen Genregrenzen gekonnt überschreitet, schaffte es Holden sowohl in die Sets von Techno-, Trance-, Progressive- als auch Elektro-DJs wie Luke Slater oder Monika Kruse und ist daher bei Fans verschiedenster Subkultur-Szenen ein gefeierter Mann. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass sein Erstlingswerk „A Break in Clouds“, welches auf seinem eigenem Label Border Community erschien, zum absoluten Klassiker avancierte. Mit Neo-Trance – einer anspruchsvollen, komplexen Trance-Version aus Progressive, Space-Techno, Acid und Deep-Electronica – definierte er gar ein neues Genre.

In seinen DJ-Sets vereint Holden auf bemerkenswerte Art und Weise seine eigenen Produktionen und Remixe mit Acid-House-, Techno-, Elektro- und Downtempo-Stücken. Bestens demonstriert wird dies unter anderem auf der bahnbrechenden Mix-Compilation „Balance 005“. Darüber hinaus sind seine Sets stets gespickt mit zahlreichen Tracks von bisher noch kaum bekannten jungen und talentierten Produzenten, von denen viele eine Heimat auf seinem Label Border Community fanden. „BC ist meine Lieblingssache, die ich im Moment mache“, sagt Holden selbst über sein Label, bei dem er auch als A&R tätig ist.

Anfang März erscheint nun mit „At The Controls“ eine neue Doppel-Mix-Compilation des 26-jährigen Briten. Auch darauf bekommen Künstler seines Labels wie Nathan Fake („Charlie’s House“) oder Petter („Some Polyphony“) die Chance, sich mit bekannten Vertretern der elektronischen Tanzmusik wie Paul Kalkbrenner („Gebrünn Gebrünn“), Aphex Twin („Xtal“) oder Egoexpress („Live At Sirius Prime“) zu messen. Des Weiteren findet man auf dem Doppel-Silberling auch den Track „Trinity Dub (Three)“ von Massive Attack vs. Mad Professor, sowie die Stücke „Cor Ten“ von Plastikman und „Anita Berber“ von der Elektro/Big-Beat-Combo Death In Vegas wieder. Holden selbst ist mit den Tracks „Lump“ und „10101“ vertreten.

Dank dieser vielseitigen Tracklist von Minimal-Sound, über LoFi-Elektronik, Trance, Techno, Nu-School-Electro, progressiveren Klängen sowie einigem mehr und dem musikalischen Gespür des Briten diese Genres gekonnt unter einen Hut zu bringen, ist „At The Controls“ somit ein weiterer Beweis dafür, dass der Hype um James Holden nicht von ungefähr kommt, sondern auf ohrenfeste Tatsachen festgemacht werden kann. Vielleicht ist dieser Mix gar die endgültige Grundsteinlegung für eines der Musik-Highlights 2006.

Anspieltipps:

  • Kate Wax – Angel Blues
  • Holden – Lump
  • Midimiliz – Trace Function
  • Holden – 10101
  • Malcolm Middleton – Solemn Thirsty
  • Water Lilly – Lottotron Reboot
  • AFX – Every Day
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