RAM - Forced Entry - Cover
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RAM Forced Entry


  • Label: Rough Trade
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Band RAM kommt aus Schweden und stellt einen Geheimtipp in Sachen Power Metal dar. Sie debütierte im Jahr 2003 mit der 6-Track-EP „Sudden Impact”, die sich ca. 5.000 Mal verkaufte. Nach einigem hin und her erscheint ihr 2005er Debütalbum „Forced Entry“ nun auch regulär in Deutschland. Die Herren Oscar Carlquist (Vocals, Songwriting), Harry Granroth (Gitarre), Daniel Johansson (Gitarre), Morgan Pettersson (Drums) und Leif Larsson (Bass, Produktion) bieten darauf eine erfrischende Mischung Kick-Ass-Rock und traditionellem Heavy Metal, die sich an Bands wie Judas Priest, Mercyful Fate und Dio orientiert.

Das treibende „Shadowman“ eröffnet den zehn Songs umfassenden Reigen auf „Forced Entry“. Die kompositorische Nähe zu Judas Priest ist sofort zu spüren. Die Gitarren duellieren sich mit furiosem Riffing, während Sänger Oscar Carlquist ein Rob-Halford-ähnliches Kreischen an den Tag legt. Nach „Sudden impact“ folgt mit „The beast within“ der erste Hit des Albums. Nach einem Hardrock-Intro schalten RAM einen Gang höher und fegen mit Blastbeats durch starken Power-Metal-Song. Melodischer und deutlich langsamer geht es dagegen in „Venom in my veins“ zu, während „Machine invaders“ wieder an Fahrt aufnimmt, ohne an Melodik zu verlieren. Auf diese Weise sorgen die Schweden für zusätzliche Abwechslung.

Der große Pluspunkt der Songs sind allerdings die komplexen Arrangements, die allen Instrumenten genügend Raum zur Entfaltung lassen. Dabei lässt es die transparente Produktion von Leif Larsson zu, dass nicht nur Gesang und Gitarre im Vordergrund stehen. Bass und Schlagzeug agieren gleichberechtigt und sorgen so für einen druckvollen Sound, der grandiose Tracks wie den Titelsong „Forced Entry“ aus den Boxen drückt. Mit den Midtempo-Songs „Sea of skulls“ und „Breaking through“ verlassen RAM dann den eingeschlagenen Power-Metal-Weg und begeben sich in Richtung 70er/80er Jahre Hardrock á Black Sabbath und Dio. Inhaltlich den Gott der Zerstörung rühmend („Sea of skulls“), bzw. an unser aller Kämpferherz appellierend („Breaking through“), agieren die tiefergestimmten Gitarren deutlich zähflüssiger, ohne an Härte einzubüßen. Das rundet ein gelungenes Debütalbum an, dem es zwar etwas an echten Killer-Melodien fehlt, aber dennoch Lust auf mehr von RAM macht.

Anspieltipps:

  • Infurirator
  • Forced entry
  • Breaking through
  • The beast within
  • Venom in my veins
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