Ral Partha Vogelbacher - Shrill Falcons - Cover
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Ral Partha Vogelbacher Shrill Falcons


  • Label: Monotreme Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Im imaginären Wettbewerb um den beklopptesten Bandnamen sind die LoFi-Rocker von Ral Partha Vogelbacher aus San Francisco garantiert ganz weit vorne. Musikalisch vergräbt sich die Band dagegen mit absonderlichen Klangkaskaden ganz tief im Indie-Keller. Es liegt also wieder mal am Mut des Hörers, die durch und durch ungewöhnlichen Songs zwischen schrägen Gitarren-Rückkopplungen und exzentrischem Art-Rock ohne wahnsinnig zu werden zu entdecken.

Chadwick Bidwells (Texte, Gesang, Gitarre, Piano) Konglomerat um die „Thee More Shallows“-Musiker David Kesler (Kompositionen, Gitarre, Violine), Brian Fraser (Percussion), Odd Nosdam (Drones) und Jason Gonzales (Drums) präsentiert mit „Shrill Falcons“ beretis das dritte Album nach „The More Nice Fey Elven Gnomes Are Hiding In My Toilet Again“ (2001) und „Kite Vs Obelisk“ (2003). Es dreht sich um düstere Themen wie Trauer und Verlust, in denen Chadwick Bidwell insbesondere den Tod seines Vaters verarbeit.

Geräusche stehen bei den elf Songs im Vordergrund. Aus allen Ecken quietscht, wabert, surrt, bohrt und fräst es aus den Lautsprechern. Mal rein instrumental, aber meistens mit morbiden Texten garniert („New happy fawn“). So wird eine drückende Spannung aufgebaut, aus der sich kleine Melodien herausschälen, die in elektronische Sounds („Green assault“), Indie-Rock-Gewitter („Messy artist“), LoFi-Pop-Tunes („Three gorges“) und düster-hypnotische Psychedelik-Kost („Swimming with the surgeon“) verpackt werden.

Dazu werden asiatische Einflüsse eingewoben („Birthday in Beijing“) und jede Menge Drone-Sounds („Aeroflot“) aufgefahren. Das klingt streckenweise ganz entfernt nach den seligen Pavement. Doch im Prinzip kreieren Ral Partha Vogelbacher eine ganz eigene Stilart, die zu beschreiben ein Ding der Unmöglichkeit ist. Auf jeden Fall ist „Shrill Falcons“ die berühmt berüchtigte „schwere Kost“, an die sich gewiss nicht jeder herantrauen wird.

Anspieltipps:

  • Aeroflot
  • Silver mines
  • CDB National Park
  • Swimming with the surgeon
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