Porcupine Tree - Metanoia - Cover
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Porcupine Tree Metanoia


  • Label: Snapper Music/SPV
  • Laufzeit: 65 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Bei „Metanoia“ handelt es sich um eine typische, erstmals nach 2001 wieder veröffentlichte Fanplatte, die das Restmaterial der Aufnahme für das vierte reguläre Studioalbum „Signify“ (1996) beinhaltet. Wobei der Begriff „Restmaterial“ dem hier Gebotenen nicht wirklich gerecht wird. Viel mehr handelt es sich um aus einer Laune heraus eingespielte Improvisationen, wodurch mal so nebenbei ein vollwertiges Album heraussprang. Die Lieder mussten sich also keinem Konzept oder anderen üblichen Studioalbumkonventionen unterordnen, sondern konnten sich frei entfalten.

Wichtig zu erwähnen, dass Porcupine Tree zu diesen Zeiten noch wesentlich unmetallischer, experimenteller und psychedelischer zu Werke gingen. Daher könnten Anhänger der neueren Porcupine Tree gewisse Probleme mit dem gesangslosen „Metanoia“ haben, doch wer den Werdegang der Band von Beginn an mit Begeisterung verfolgte und/oder Pink-Floyd-ähnliche Soundscapes sucht, wird auf „Metanoia“ und anderen Prä-„Stupid dream“-Alben fündig.

Man könnte an dieser Stelle noch ausführlich von ausschweifenden Klanglandschaften, fließenden Songstrukturen, tranceartigen Erlebnissen und anderen altbekannten Assoziationen im Zusammenhang mit psychedelischer Musik berichten. Man könnte diese Stilartbezeichnung der Einfachheit halber aber auch für sich selbst stehen lassen, da sie problemlos für sich selbst stehen kann, denn jeder, der schon mal mit Alkohol oder andere Drogen in Berührung kam, regelmäßig meditiert oder dem Pink Floyd ein positiver Begriff ist (und auf wen trifft das bitte nicht zu?), kann damit etwas anfangen.

„Metanoia“ wird trotz seiner Klasse allerdings niemanden überzeugen, der mit psychedelischer Musik im Allgemeinen und langgezogenen Liedern im Besonderen noch nie was am Hut hatte. Für alle anderen dürfte das Werk hingegen eine angenehme, wirkungsverstärkende Bereicherung des nächsten Vollrausches darstellen.

Anspieltipps:

  • Mesmer II
  • Insignificance
  • Door to the river
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