Soil - True Self - Cover
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Soil True Self


  • Label: DRT Entertainment
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Neues Label, neuer Sänger, neuer Anfang. Für den Metal-Fünfer Soil aus Chicago verläuft die Karriere zwar etwas unrund, aber von Aufgeben war bisher nie die Rede. Und so kommen die Herrschaften nach zwei Indie-Alben für MIA Records („El Chupacabra“, 1998, „Throttle Junkies“, 1999) und zwei Major-Alben für BMG („Scars“, 2001, „Redefine“, 2004) nun mit ihrem Debüt für DRT Entertainment um die Ecke. Das riecht zwar nach Abstieg in die 2. Bundesliga, doch wer weiß, ob sich Soil nicht als „Fahrstuhlmannschaft“ entpuppt.

Als Ersatz für den ausgestiegenen Shouter Ryan McCombs wurde auf Empfehlung von Wayne Static (Static-X) und Pat Lachman (Damage Plan) der Ex-„Diesel Machine”-Sänger A.J. Cavalier geholt. Er komplettiert die Band neben Shaun „Fireball” Glass (Gitarre), Tim King (Bass), Tom Schofield (Drums) und Adam Zadel (Gitarre).

Der musikalische wie personelle Neuanfang hört auf den Namen „True Self“, wurde von Ulrich Wild (Static-X, Deftones, Seether, Stabbing Westward, Taproot) produziert und kommt mit einem Dutzend Songs daher, die sich altbewährt im Alternative/Nu-Metal-Sektor austoben. Neu-Sänger A.J. Cavalier fügt sich mit seinem kraftvollen Organ perfekt in die tiefergestimmten Gitarrenwände ein, die unter ihren harten Schalen die eine oder andere feine Melodie parat haben („Pick me up“).

Leider fallen die Songs auf die Dauer zu gleichförmig aus. Aufbau und Sound variieren kaum. Nur „Hear me“ und „Let go“ nehmen das Tempo mal ein wenig raus und bei „Forever dead” kommt Burton C. Bell (Sänger von Fear Factory) als Gaststar zum Einsatz. Ansonsten wird immer schön drauflos geholzt. Das ist musikalisch und technisch absolut einwandfrei, aber auch frei von jeglicher Spannung. Deshalb fällt die Wertung im Vergleich zu „Redefine“ auch etwas zurückhaltender aus. Lediglich ein paar starke Riffs („Jaded“, „Threw it away“) reichen eben nicht für die erste Liga.

Anspieltipps:

  • True self
  • Give it up
  • Forever dead
  • Until it’s over
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