Bif Naked - Superbeautifulmonster - Cover
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Bif Naked Superbeautifulmonster


  • Label: Bodog Music
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Obwohl Beth Hopkins alias Bif Naked schon seit über zehn Jahren als eigenständige Rocksängerin aktiv ist, hat es die Kanadierin mit indischem Blut außerhalb von Nordamerika bisher nicht über den Status eines Geheimtipps hinaus gebracht. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass der neueste Wurf „Superbeautifulmonster” ohne viel Trara, dafür mit reichlich Verspätung auf dem kleinen Berliner Label Bodog Music herauskommt.

Bisher gab in Europa, trotz kleinerer Hits in Kanada und den USA, keine besondere Nachfrage nach der poppigen Rockmusik der passionierten Tattoo-Fetischistin. Und daran wird wohl auch ihr sechstes Werk nach drei Studioalben, einer „Spoken Word“-Platte und einer „Best Of“-Compilation nichts ändern. Dabei machte Bif Naked in der Vergangenheit wie auch mit den 13 Tracks auf „Superbeautifulmonster” nichts großartig anders, als Dutzende andere Pop/Rockacts vor und nach ihr. Sie ist auf ihrer neuen CD sogar noch eine Spur eingängiger und mehr denn je dem Mainstream zugewandt.

Außerdem hat Frau Naked, deren Stimme zwischen zart und verletzlich, bis hin zu rotzig und knüppelhart changiert, eine allseits bekannte Coverversion am Start. Sie empfindet Metallicas Megaballade „Nothing else matters“ eins zu eins nach. Das ist zwar nicht besonders aufregend, aber zumindest eine kleine Chance, auch bei uns zu charten, weil nämlich auch die übrigen, zusammen mit Jimmy Allen, Peter Karroll und Doug McCarvell geschriebenen Tracks, sich nicht hinter Songs verstecken brauchen, die von Ashlee Simpson, Kelly Clarkson, Ana Johnsson und Co. interpretiert werden.

Da wären zum Beispiel die rockigen Halbballaden „Henry“ und „Abondonment“, die sich problemlos in das Repertoire der oben genannten Teenstars einsortieren lassen, in „Let down“ werden ein deftige Lyrics losgelassen, zu denen kraftvoll abgerockt wird, und „Everyday“ kommt als eingängiger Slow-Rocker im Anastacia-Stil daher. „That’s life with me“ hat das Zeug zum Hit, während „The world is over“ zuerst bitterböse aus den Boxen grollt und dann im Refrain auf ganz brav macht. Die Mischung aus mittelharten Gitarren, simplen Lyrics und einem radiotauglichen Refrain macht’s eben!

Das ergibt unterm Strich ein Album, das ganz okay ist, aber nur wenige Ansätze bietet, um aus der breiten Masse hervorzustechen. Nicht schlecht, wie gesagt, aber auch austauschbar und schwer zu vermarkten, denn so ein „Superbeautiful(tattoo)monster“ wie Bif Naked ist gewiss nicht jedermanns Sache.

Anspieltipps:

  • Henry
  • Let down
  • Abondonment
  • That’s life with me
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