Reamonn - Wish - Cover
Große Ansicht

Reamonn Wish


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 66 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Dass die deutsche Band Reamonn und die Superstartruppe Audioslave neuerdings eine Gemeinsamkeit haben, klingt überraschend. Es ist der Produzent Greg Fidelman, der auch schon Slipknot, Red Hot Chili Peppers und Marilyn Manson betreute. Dieser bringt für das neue Album „Wish“ Härte und echte Rockmusik mit. Aber keine Angst, nur in zwei Songs, „She’s a bomb“ und „Starting to live“, regiert wirklich ungewohnte Härte der seit „Supergirl“ auf rockige Balladen festgelegten Musiker. Aber der Reihe nach...

Die Band besteht seit 1998 aus Keyboarder und Percussionist Sebastian Padotzke, Sänger Raymond Garvey, Bassist Philipp Rauenbusch, Gitarrist Uwe Bossert und Drummer Mike Gommeringer. Zusammen komponieren und texten sie alle Tracks. Der neue Longplayer ist nach den platinveredelten Werken „Tuesday“ (2000), „Dream No. 7“ (2001), „Beautiful Sky“ (2003) sowie dem Live-Album „Raise Your Hands“ (2004) das vierte Studioalbum.

Der Opener und das Titelstück „Wish“ setzt die gute Tradition der erfolgreichen und radiotauglichen Musik der schwäbischen Band mit dem irischen Sänger Rea fort, der jedem Song seinen eindringlichen und unverwechselbaren stimmlichen Stempel aufdrückt: Eine feine Melodie wird in sanfter Rockmanier zum Höhepunkt geführt. „Starship“ beginnt eher ungewöhnlich, denn E-Gitarren und Drums führen vorwiegend die einfache Melodie. Das Stück wirkt nicht so sanftmütig wie der erste Song, sondern eher härter. „Serpentine“ und die erste Singleauskoppelung „Promise“ zeigen den hohen Standard, den die Fünf schon erreicht haben. Vor allem „Promise“ besticht durch gutes Songwriting, da Reamonn die Paradedisziplin „Rockiger Ohrwurm“ wie im Schlaf beherrschen. „Tonight“ bietet Erholung nach dem harten „She’s a bomb“, die Akustikgitarre bestimmt die ruhige, aber einprägsame Hookline.

Die 13 Songs bewegen sich bis auf die erwähnten Ausnahmen vorwiegend im Balladensektor mit dem typischen Reamonn-Wiedererkennungsfaktor. Die einzigen Kritikpunkte sind die etwas platten Texte, die schon einmal Zeilen wie „I'm standing strong, but all alone, is not strong enough, you gave me faith“ enthalten. Sie erreichen nicht die Qualität der Musik. Musikalisch wird sich um Abwechselung bemüht, aber am Ende überwiegen doch die bekannten Songstrukturen. Für alle Fans ist die CD ein „Must Have“, nur neue Fans wird sie wahrscheinlich nicht unbedingt dazugewinnen. Dennoch kann kaum eine Band so emotionale Popsongs mit beigemischten Rockelementen in Serie abliefern, wie die Mainstreamrocker von Reamonn.

Anspieltipps:

  • Wish
  • Starship
  • Promise
  • Tonight
  • Only Ones
Neue Kritiken im Genre „Pop“
7.5/10

In Winter (Special Edition)
  • 2017    
Diskutiere über „Reamonn“
comments powered by Disqus