Jeff Bennett - Endwise - Cover
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Jeff Bennett Endwise


  • Label: Plastic City Records
  • Laufzeit: 74 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Jeff Bennett ist ein schwedischer DJ und Produzent. Neben dieser Tätigkeit hat er auch ein paar eigene Alben veröffentlicht. Seine Musik wird als eine Mischung aus House, Techno und einem Hauch von Dub&Tribe beschrieben. Jeff wurde 1945 in Polen geboren und dort von seinen Eltern gefördert, zog aber schließlich nach Schweden um. 1994 eröffnete er zusammen mit seinem Partner Jim Groovy den ersten Record Store für elektronische Musik in Malmoe. Zu diesem Zeitpunkt startete er auch seine Karriere als DJ. Sein Partner und er organisierten ihre eigenen One-Off-Partys in Clubs verschiedener Größen. Im gleichen Jahr begann er selbst Musik zu machen. Doch erst 1998 erschien seine erste Single bei seinem eigenen Label Maskros Music, es folgten aber noch etliche andere Releases bei anderen Labels.

Bennetts erste Einflüsse kamen von Detroiter Künstlern wie Derrik May, Juan Atkins, Kevin Saunderson oder von Richie Hawtins Label Plus 8. Aber Jeff wurde auch von europäischen Acts wie Stefan Roberts, 808 State, The KLF, Terry Lee Brown Junior und Labels wie Plastic City, Poker Flat, Svek oder Circulation, sowie jeder Menge Reggae und Dub Artists beeinflusst. Nach unzähligen Releases auf Labels wie Plastic City, Middle Rec, KGBeats, Zebra3 und Sensai präsentiert Jeff Bennet sein neues Album „Endwise“.

Dies ist weniger eine Art von Musik, die sich dazu eignet, sie daheim im stillen Kämmerchen anzuhören. Man merkt deutliche DJ-Einflüsse, da die Musik eher zweckorientiert, genauer gesagt für Partys geeignet ist, wobei stark anzunehmen ist, dass diese Aufnahmen mit genau dieser Intention entstanden sind: Party zu machen und dabei eine gewisse Stimmung beim Publikum hervorzurufen. Das Intro enthält auch einige Elemente aus dem Ambient-Bereich und ist daher sehr ruhig und gemütlich ausgelegt. Auch die nächste Nummer „The beginning“ ist als Hintergrundmusik für eine Cocktailbar perfekt geeignet. „Allocations“ ist eintönig und der Nachfolger „Believing“ auch nicht besonders abwechslungsreich, dafür aber von mitreißenden Beats geprägt und perfekt für die Tanzfläche geeignet.

„Become“ mischt alle möglichen Stilrichtungen elektronischer Musik zusammen, teilweise klingt es mehr nach House, zwischendurch klingt eine vom Ambient beeinflusste Stimmung durch. Der Songs ergibt alles in einem einen ziemlich interessanten Mix. „Low gravitiy“ ist eher etwas für Leute, die mehr Wert auf Beats als auf Melodien legen. „Man was made to suffer“ ist zwar nach wie vor im guten, alten elektronischen Stil, schließt aber einige Elemente in sich ein, die eindeutig dem Reggae zuzuschreiben sind. „Moonset“ klingt zwar vom Namen her ziemlich mystisch, ist es aber musikalisch gesehen nicht. Es schließt sich stilistisch gesehen „Low gravity“ an, ist aber im Vergleich dazu eine spannendere Nummer. „Prototype“ unterscheidet sich von seinen Vorgängern durch den leicht psychedelischen Charakter und die dissonanten Klänge.

Auf dem Album befinden sich Tanznummern, die man trotz der sich wiederholenden Themen nicht zu als abgedroschene Musik bezeichnen kann, die man standardmäßig in einer Disco zu hören bekommt. Sie sind viel mehr gefundenes Material für bestimmte, auf elektronische Musik ausgerichtete Feste, wie sie Jeff Bennett und sein Partner ja schon selbst zur Genüge veranstaltet haben und daher auch eine gewisse Erfahrung mitbringen, was das Publikum hören möchte. Das Album zeigt, dass sich diese Erfahrung bewährt hat. Es bietet sowohl einfache Hintergrundmusik, die mehr für eine Bar, als für die Diskothek geeignet ist, als auch Tanzmusik in Jeff Bennetts ganz persönlichem Stil.

Anspieltipps:

  • Believing
  • Low Gravitiy
  • Faster Winds
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