Phoenix - It´s Never Been Like That - Cover
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Phoenix It´s Never Been Like That


  • Label: Labels/EMI
  • Laufzeit: 37 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Sound klingt viel zu sehr nach Bloc Party, The Strokes und Co.

In ihrer Heimat Frankreich sind Phoenix Stars, in Deutschland sind die Vier noch eher unbekannt. Mit der Single „Run run run“ hatten sie im Jahre 2004 zwar schon einen kleinen Chartbreaker abgeliefert, sowie das dazugehörige Album „Alphabetical“ in den Top 100 platziert, aber für den ganz großen Durchbruch sollte es bis dato noch nicht reichen. Mit ihrem neuen Longplayer soll sich das nun ändern. „It's Never Been Like That“ heißt das Werk, das am besten mit dem Wörtchen „langweilig“ umschrieben werden kann.

Mit funky Gitarren, Keyboards im Retro-Sound und eintönig-farblosen Songkonstrukten haut das Quartett niemanden mehr aus den Socken. Mit ihrem Mix aus discoverwandtem Indiepop und gitarrenlastigen Tanzstücken nagen die Mannen um Sänger Thomas Mars mit Sicherheit am Nerv der Zeit, doch es scheint, als wolle man dem Hörer mit dieser Platte eine Art Neuroleptikum verpassen. Schwerlich wird man von den tristen Songs der Band mitgerissen. Zu keiner Zeit will der Zauber überspringen. Ein Anflug von Ohrwurmbefall wird schmerzlich vermisst. Schuld an dieser 37minütigen Belanglosigkeit ist jedoch nicht nur das Songwriting und der unspektakuläre Gesang von Frontmann Thomas Mars, sondern auch die flache Produktion, die ihren Fußabdruck in diesem akustischen Häufchen Elend hinterlässt.

Dabei standen Phoenix bis dato für kantigen, tanzbaren Gitarrenpop. Wer das Vorgängeralbum „Alphabetical“ kennt, weiß wovon hier die Rede ist. Doch nicht nur dass die Band Charme und Charisma verloren hat, es scheint fast so, als wären die Musiker derart uninspiriert, dass sie andere Gruppen kopieren mussten. Denn der Sound klingt einfach viel zu sehr nach Bloc Party, The Strokes und Co., um den verwöhnten Hörer noch überraschen zu können. Mit diesem Werk machen die Franzosen alle Hoffnungen auf eine neue Indie-Supergroup zunichte und übergeben das Ruder an Capitaine Tristesse. Mal sehen, ob sie damit nicht Schiffbruch erleiden.

Anspieltipps:

  • One two many
  • Long Distance Call
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