Bubba Sparxxx - The Charm - Cover
Große Ansicht

Bubba Sparxxx The Charm


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 48 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf das neue OutKast-Album muss auch weiterhin gewartet werden. Aber wer sich die Zeit bis zur Veröffentlichung von „Idlewild“ sinnvoll vertreiben möchte, kann sich „The Charm“ zur Brust nehmen – das dritte Album von Südstaaten-Rapper Warren Anderson Mathis alias Bubba Sparxxx. Dieses erscheint nicht nur auf dem Purple-Ribbon-Label von OutKasts Antwan „Big Boi“ Patton, sondern wurde auch von Herrn Patton persönlich als Executive Producer betreut.

Neben Big Boi und Gaststars wie Frankie J, Sleepy Brown und Killer Mike gesellen sich u.a. auch die mächtig angesagten Ying Yang Twins, Mr. Collipark und Timbaland als Studioverstärkung. Damit gelingt es dem 29jährigen Rapper aus LaGrange, Georgia an sein Debütalbum „Dark Days, Bright Nights“ (2001) anzuknüpfen, nachdem das innovative Zweitwerk „Deliverance“ (2003) von seiner ehemaligen Plattenfirma Beat Club Records/Interscope/Universal promotechnisch total versenkt wurde.

Musikalisch begibt sich Bubba Sparxxx mit aller Macht auf Mainstreampfade, ohne das lächerliche Pimp-Gehabe seines weißen Rap-Kollegen und Dr.-Dre-Protegé Eminem anzunehmen. Stattdessen legten Bubba und sein Produktionsteam großen Wert auf griffige Rhymes, Melodien und eine fette Breitwandproduktion, die sich ab und zu aus dem HipHop-Fenster lehnt – ein Song wie „Run away“ ist Prinzip eine reinrassige, zuckersüße Pop-Ballade – und damit für viel Abwechslung sorgt.

Kindische Diss-Attacken und frauenfeindliche Texte sucht man auf „The Charm“ ebenso vergeblich, wie abgegriffene Samples und ausgelutschte Gaststars. Auch der „Explicit Content“ hält sich in Grenzen. Das kann sich die deutsche Rap-Garde vermutlich gar nicht vorstellen, aber es geht auch ohne!!! Wie schon auf „Deliverance“ ist Bubba Sparxxx um frische Ideen mit kommerziellem Touch („Ms. New booty“) bemüht, ohne seine Wurzeln zu vernachlässigen. So kommen Tracks wie „Represent”, „Heat it up“, „As the rim spins, „Hey!“ und „Claremont lounge” mit unglaublich tiefen Bässen aus den Boxen gebollert, dass der geneigte Allee-Cruiser ganz nervös mit dem Gasfuß scharren dürfte. Nachdem das neue 50-Cent-Album von Label-Boss Eminem zurückgepfiffen wurde, nutzt Bubba Sparxxx mit „The Charm“ vielleicht eine Lücke aus, die sich vor ein paar Monaten noch gar nicht abzeichnete.

Anspieltipps:

  • Hey!
  • Heat it up
  • Wonderful
  • The otherside
  • Claremont lounge
Neue Kritiken im Genre „HipHop/Rap“
7/10

Copyshop
  • 2017    
7.5/10

Lang Lebe Der Tod
  • 2017    
Diskutiere über „Bubba Sparxxx“
comments powered by Disqus