Dracul - Like An Animal - Cover
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Dracul Like An Animal


  • Label: Spirit Prod./INDIGO
  • Laufzeit: 56 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Elektro-Gothic für den Dance Floor – bis vor ein paar Minuten wusste ich gar nicht, dass es so was überhaupt gibt. Dabei führen die Herren Demmler und Mozart von Umbra Et Imago schon seit zehn Jahren ein Leben neben ihrer Hauptband und bringen mit „Like An Animal“ bereits die vierte Dracul-CD auf den Markt. Unterstützung erhalten die beiden von Lahannya und Nanne, zwei Damen, die das düstere Grunzgehauche á la Joachim Witt etwas auflockern sollen, aber grandios scheitern.

Da Mozart gern mal den DJ mimt, hat er mit Dracul ein ideales Sideproject geschaffen, mit dem er die Tanzflächen der Clubs in Wallung bringen möchte – vorausgesetzt, es findet sich jemand, der zu eindimensionalen Boller-Beats, dummen Samples und peinlichen Texten (abwechselnd in deutscher und englischer Sprache) tanzen mag. Aber Dracul versuchen es solange, bis sich auch der letzte Hörer ergeben hat. So kommt „Like An Animal“ neben den zehn regulären Songs auch noch mit einem Bonustrack („Follow me“ im Painbastard Remix 06) und einer limitierten Remix-Maxi-CD von „Wähle die Freiheit“ daher.

Das ist eindeutig zuviel des „Guten“, denn bis auf zwei, drei Tracks suhlt sich die Formation in einem gleichklingenden Brei aus elektronischen Dance Beats mit Techno-Einfluss („Mörder“), düsteren Balladen („Soulhunter“) und Gothic-Lyrics aus der untersten Schublade („Herz aus Glas, Herz aus Stein. Du bist tot. Lässt keinen rein“). Nimmt man dann noch die Maskerade der Protagonisten zur Kenntnis, ist die im wahrsten Sinne des Wortes „Lachplatte des Monats“ komplett. Piep, piep, piep – Dracul hat euch lieb!

Anspieltipps:

  • Mörder
  • So lange her
  • Like an animal
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