Donavon Frankenreiter - Move By Yourself - Cover
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Donavon Frankenreiter Move By Yourself


  • Label: Lost Highway/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Surfer, der singt, ist seit Jack Johnson nichts neues mehr. Auch Donavon Frankenreiter gehört dazu. Sein selbstbetiteltes Debüt erschien 2004 auf Johnsons Label Brushfire Records. Nun ist das zweite Werk „Move By Yourself“ fertig mit dem Frankenreiter zum „Lost Highway“-Label wechselte, das sich normalerweise dem Alternative Country von z.B. Ryan Adams verschrieben hat. Unterstützt bei der Produktion wurde Frankenreiter von Outkast-Produzent Neal Pogue, der sich auch für den Mix verantwortlich zeigte. Ex-Pitchshifter Matt Grundy spielte den Bass und Johnson-Kumpel G. Love hatte bei seinem Gastauftritt „Girl like you“ sein Lieblingsinstrument, die Mundharmonika, zur Verfügung.

Das Titelstück „Move by yourself“ eröffnet den Longplayer, der elf Songs enthält. Der erste Gedanke ist: wurde Jamiroquai gezwungen 70er Pop/Rock unter falschem Namen aufzunehmen? Auch der zweite Song lässt den Funk durch die Keyboards atmen. Die Entspannung und die gute Laune verbreiten sich sofort und nichts stört einen mehr. „By your side“ schraubt das Tempo wieder auf Folkpopniveau oder neuem Country und fällt nicht weiter auf. Einige Balladen und groovige Songs später ist die CD zu Ende, wobei der Schlussssong die Nähe zu Jack Johnsons Musik nicht verleugnen kann, da er ein Akustikgitarrenschunkler der leisen Art ist.

Sicher macht Donavon seinen eigenen zeitlosen Longplayer, doch halten die netten Tracks nicht lange vor, dann sind sie aus dem Gedächtnis verschwunden. Songwriterpotenzial ist bei Donavon Frankenreiter vorhanden, nur kommt meist nichts Kompliziertes, sondern nur schon Bekanntes aus früheren Zeiten dabei heraus. Sein Funk-, Country- und Folkgemisch trifft zwar den Nerv der Hörer, die zurzeit nach diesem leisen und handgemachten Pop lechzen, aber qualitativ hängt ihn der frühere Chef Johnson klar ab.

Als Hintergrundmusik sind die Songs zweifelsohne gut geeignet, auch als kleine Auflockerung zwischendurch, aber mehr als Durchschnitt erreicht der Kalifornier damit nicht. Vielleicht sollte der Surfer ein bisschen Nachhilfe bei Labelkollege Ryan Adams nehmen, denn dann taucht evtl. ein Hoffnungsschimmer am Horizont auf, dass der junge Mann in Zukunft Musikperlen komponieren könnte.

Anspieltipps:

  • Fool
  • Beautiful Day
  • Move by yourself
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