Slayer - Christ Illusion - Cover
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Slayer Christ Illusion


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit abwechslungsreichem Riffing, beeindruckender Härte und der gewohnt bösen Attitüde ist dies genau der richtige Appetitmacher für die bevorstehende (Abschieds?)tour.

Aus dem satanischen Erscheinungstermin 06.06.06 wurde ja leider nichts, aber nach fünf Jahren Wartezeit nach dem letzten Album „God Hates Us All“ war das auch schon egal. Viel wichtiger ist, dass Slayer mit ihrem zehnten Album, „Christ Illusion“, an ihr stilprägendes Meisterwerk „Reign In Blood” (1986) anknüpfen und diverse schwache Veröffentlichungen vergessen machen können. Denn auch wenn die Kalifornier der Abteilung „Kultisch verehrte Band, Status: Unantastbar” angehören, muss ein wenig Kritik erlaubt sein.

Große Mitschuld am verspäteten Release hatte Mentor und Produzent Rick Rubin, der ewig keine Zeit für die Betreuung der Aufnahmen fand, weil er mit seinem American Label mal wieder einen neuen Vertriebspartner suchte und mit Warner Bros. erst nach einem Jahr des Suchens fand. Deshalb fungiert Rubin „nur“ als Executive Producer (was soviel heißt, dass er eigentlich nichts zum Album beigesteuert hat), wie er es z.B. schon bei „Divine Intervention“ (1994), „Undisputed Attitude“(1996) und „God Hates Us All“ (2001) getan hat. Abmischung und Produktion übernahm deshalb Josh Abraham (Korn, Staind, Velvet Revolver).

Nach der Vorab-EP „Eternal Pyre“ legen die Könige des Speed- und Thrash Metal mit Hardcore-Punk-Einschlag nun zehn Songs nach, die auf der Basis eines an Präzision nicht zu überbietenden Drummings an alte „Seasons In The Abyss“-Zeiten anknüpfen. Warum? Nach seinem Ausstieg im Jahr 1992 ist Drummer-Legende Dave Lombardo wieder an Bord! Er ersetzt seinen eigenen Nachfolger Paul Bostaph und vervollständigt das alte Original-Line-up um Tom Araya (Gesang, Bass), Kerry King (Gitarre) und Jeff Hannemann (Gitarre).

Obwohl einige Songs von „Christ Illusion“ schon zwei bis fünf Jahre alt sind („Catalyst“ war eigentlich für den Vorgänger gedacht), klingt die Band frischer denn je. Inhaltlich wie immer kein Blatt vor den Mund nehmend (in „Jihad“ geht es natürlich um die Anschläge des 11. September 2001), liefern Slayer ein gutes Album ab, das sich auf die üblichen Trademarks stützt und deshalb die Erwartungen der Fans erfüllen sollte. Mit abwechslungsreichem Riffing, beeindruckender Härte und der gewohnt bösen Attitüde ist es genau der richtige Appetitmacher für die bevorstehende (Abschieds?)tour.

Anspieltipps:

  • Cult
  • Catatonic
  • Skeleton christ
  • Eyes of the insane
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