Shaka Ponk - Loco Con Da Frenchy Talkin´ - Cover
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Shaka Ponk Loco Con Da Frenchy Talkin´


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 61 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Bei Shaka Ponk einen Anfang zu finden ist schwer. Die fünf Jungs Frah, Thias, C.C., Bobee-O.D. und Goz machen es einem allerdings auch nicht gerade leicht, denn allein sich auf ihrer Homepage auszukennen ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Dort gibt es nämlich Menüpunkte, die sich „Mü´seek“ und „Mö´vee“ nennen, bei denen zum Glück ungefähr erahnt werden kann, was darunter verstanden werden soll. Dann dieser Titel „Loco con da frenchy talkin´“, der übersetzt wahrscheinlich „Die Verrückten mit der französischen Aussprache“ heißen soll, obwohl sich die Tracks in den Sprachen Englisch und Spanisch erstrecken. Zusätzlich ist ein Parental Advisory rechts unten mit einer No-Sens Lyrics-Warnung abgebildet, das allein durch Nonsens-Titel, die an chronischer Apostrophierung („Watch ´ha“, „Hell´O“) oder Verstümmelung leiden („*u+9=%“, „*#1+*£“), Unterstützung findet. Wenn das affige Cover den Verfasser dieser Zeilen jetzt noch länger anstarrt, darf dieser wohl eingeliefert werden. Na gut, so schlimm ist es dann doch nicht, obwohl der Freakfaktor bei Shaka Ponk, wie allein durch die Aufmachung der CD ersichtlich ist, einen enorm hohen Anteil in Anspruch nimmt.

Angefangen hat das Ganze in Frankreich (Aha!), dem Land in dem Frösche zum Nachtisch serviert werden und dem das vorliegende durchgeknallte Kollektiv beschlossen hat letztendlich den Rücken zu kehren. Es verschlug die Fünf nach Berlin, wo sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Label machten, dass ihren Mix aus Rock, Rap, Metal und elektronischen Effektklimbim annimmt und bei Edel Records ließen sie sich nieder. Nachdem Shaka Ponk bei ihren diversen Auftritten als Vorband den Headlinern durch eine energische, verrückte und fetzige Darbietung die Show stahlen, stieg der Bekanntheitsgrad und Geheimtippfaktor enorm. Mit „Loco con da frenchy talkin´” liegt nun eine gute Stunde voll mit abgefahrenen Samples, eingängigen Hooks und Partykrachern vor, die durch die gut durch Riffing in Szene gesetzte Gitarrenabteilung auf den Skater- und Boarderbereich abzielt.

Stücke wie „Eh lá mala lama laico“, „Tekno kills“, „My boom is bumpin´”, „Watch ´ha”, „Hell´O” und “Fonk me” gehen besonders schnell in die Beine und animieren zum exzessiven Mitwippen oder Headbangen. Das die Texte ausschließlich als Mittel zum Zweck dienen braucht wohl nicht näher erklärt werden, denn das Hauptaugenmerk wurde eindeutig auf die Musik und nicht auf die Lyrics gelegt, obwohl diese durch den wahnwitzigen Mix aus Spanisch und Englisch mitunter zum Schmunzeln anregen. Shaka Ponk klingen, vorausgesetzt der Lautstärkeregler befindet sich im hinteren Drittel, wie OPM nach zuviel Kaffee und das ist auch gut so und macht gehörigen Spaß. Für mögliche Risiken und unerwünschte Nebenwirkungen fragen sie den Plattendealer ihres Vertrauens.

Anspieltipps:

  • My Boom Is Bumpin´
  • Watch `Ha
  • Fonk Me
  • Hell´O
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