Andersen Laine Readman - Three - Cover
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Andersen Laine Readman Three


  • Label: Frontiers/SOULFOOD
  • Laufzeit: 37 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die schlicht mit „Three“ betitelte Platte ist ein Nebenprojekt des Keyboarders, Gitarristen und Bassisten Andre Andersen (Royal Hunt), Ex-„Danger Danger“-Sänger Paul Laine und „Pink Cream 69“-Sänger David Readman. Nachdem sich Andersen und Laine dazu entschlossen hatten ein paar Rock-Songs gemeinsam zu schreiben, deren Vorgabe es war sich zwischen dreieinhalb und vier Minuten zu bewegen, kam dem Keyboarder die Idee noch einen Vokalisten mehr in die Formation einzubringen. „Both singers are great and even if I crafted the songs paritcularly for their vocal styles, they made my job a lot easier“ sagt Andersen. Als Ergänzung holte man Bjarke Hopen an die Gitarre und Kaj Laege ans Schlagzeug. Herausgekommen ist ein eher unaufgeregtes Stück Hard Rock, das bereits nach den ersten Songs offenbart, das wesentlich mehr drin gewesen wäre, denn wirkliche Favoriten oder herausragende Tracks bietet „Three“ nicht.

Stattdessen bedient sich das Trio an Althergebrachtem und erweckt den Anschein eine Cover-Band zu sein, die versucht alte, bekannte Melodien aus der Blütezeit des Hard Rock in ein neues Gewand zu pressen. In diesem Sinne beginnt „Tell me your lies“ wie ein typischer Rainbow-Track aus alten Tagen („Rising“) und „Straight to the heart“ hört sich wie eine Kopie deren „Since you´ve been gone“ an und „Dust to dust“ erinnert an „Stargazer“. Nicht zu überhören ist die Ähnlichkeit von „Bulletproof“ zum Deep-Purple-Klassiker „Stormbringer“, was nahe legt, dass die drei Herren absichtlich in der Plattensammlung gestöbert haben, weil zufällig kommt ein solch verwandter Sound nicht zustande. Gerade wegen dieser Anlehnung an bereits bekannte Tracks kommt kein Gefühl von Eigenständigkeit auf und selbst die restlichen Stücke können nicht überzeugen.

Andersen, Laine und Readman enttäuschen nicht nur mit „Three“, sie schaffen zusätzlich, dass die alten Deep Purple und Rainbow-Platten sich ab jetzt wieder öfter auf dem Plattenteller drehen werden als der neue Silberling im CD-Player. Da dies sicherlich nicht ein Ziel der Herren war kann nur gesagt werden, dass die Möglichkeiten einer Superband nicht ausgeschöpft wurden und das Vorhaben aufgrund dieser vergebenen Chancen kläglich gescheitert ist.

Anspieltipps:

  • Dust To Dust
  • Tell Me Your Lies
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