Leya - Watch You Don´t Take Off - Cover
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Leya Watch You Don´t Take Off


  • Label: Rubyworks/Rough Trade
  • Laufzeit: 51 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer im Vorprogramm von Embrace, Damien Rice, Interpol und Franz Ferdinand aufgetreten ist und von Snow-Patrol-Chef Gary Lightbody eingeladen wurde, auf dem neuen Album „Eyes Open“ (04/2006) mitzuwirken, der kann so schlecht nicht sein. Gemeint ist die nordirische Band Leya, bzw. deren Mastermind Ciaran Gribbin. Die Herrschaften (neben Gribbin, der singt und Gitarre spielt, sind dies noch Gareth Hughes am Bass, Michael Keeney an den Keyboards und Paul Hamilton an den Drums) spielen seit 2001 zusammen, als sie sich auf dem Music College in Bangor kennen lernten, und liefern nun ihr selbstproduziertes Debütalbum „Watch You Don’t Take Off“ ab.

Darauf enthalten sind elf hochmelancholische Songs, die sich nur sehr langsam an den Hörer heranschleichen. Hier ist also Geduld gefragt, sonst könnte das Album ziemlich unspektakulär vorbeirauschen. Aber genau das tut es nicht, wenn man den überwiegend zarten Melodien Zeit zur Entfaltung lässt. Dann entwickeln sich Songs im erweiterten Umfeld von BritPop á la Coldplay und Theatralik-Rock á la Muse, womit schon mal zwei nicht unerhebliche Hausnummern genannt sind.

Die Grundstimmung des gesamten Albums ist herbstlich düster. Sänger Ciaran Gribbin legt seine ganze – im wahrsten Sinne des Wortes – Leidenschaft in die Stücke. Das Piano perlt effektvoll, im Hintergrund sind immer wieder Streicher zu hören, während die Gitarre eher nettes Beiwerk darstellt. Doch zusammen funktioniert das Ganze höchst wunderbar, zumal es Leya sehr gut verstehen, die getragene Stimmung ab und an mit ein paar derben Sound-Gewittern aufzulockern („The dream the money bought“). Diese Laut/Leise-Dynamik, mit der einem jede zweite Emocore-Band auf die Nerven fällt, reift auf „Watch You Don’t Take Off“ zu einer unheimlichen Perfektion, die man dermaßen auf den Punkt gespielt, nur selten zu hören bekommt.

Anspieltipps:

  • Again
  • Prove
  • All on the black
  • A certain understanding
  • The dream the money bought
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