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Diverse SZ Diskothek: 2003


  • Label: Ministry Of Sound
  • Laufzeit: 72 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Jungs von der Süddeutschen Zeitung biegen auf die Zielgerade ein. Die Ausgabe des Jahres 2003 ist die vorletzte reguläre Kopplung. Erwartet wird noch der 2004er Band und eine zusammenfassende Sammelausgabe. Und wer weiß, ob nicht auch noch das Jahr 2005 nachgeliefert wird. Und dann jährlich einen neuen Jahresband dazu. Würde durchaus Sinn machen. Wir sind gespannt...

In der vorliegenden Buch/CD-Edition hat Karl Bruckmaier das Wort. Er befasst sich mit dem Popjahr 2003. Er stellt fest, dass plötzlich wieder krachige Gitarrenmusik angesagt ist. Genauso wie 1991 oder 1978. Die trendsetzenden Engländer hatten endlich die Nase voll von Großraumdiscos und Ecstasy-Tabletten. Nun waren wieder lange Haare und Rauschebärte in. Kurze Gitarrensoli, Rotz, Schweiß und Blut und Stagediven in kleinen Clubs. Dennoch war 2003 anders.

Die Verhältnisse hatten sich umgekehrt. Die ersten Generationen des Pop/Rock sind durch die Zeit gegangen wie die dritten Zähne durch Labbertoast und können nun einerseits auf mindestens 50 Jahre ureigner Historie zurückblicken, andererseits drängt sich ständig das Wissen um geistigen wie körperlichen Unzulänglichkeiten des Körpers Pop und die Endlichkeit der eigenen Person in den Vordergrund. Aber Pop ist hier und heute und jetzt voller Trickbetrüger, Beutelschneider, Fehlgeleiteter und eben auch voller ganz großartiger Menschen; auf einen Mozart kommen 500 Badly Drawn Boys – und das eben auch schon wieder seit 50 Jahren und mehr, da verliert man schon mal den Überblick.

Der Überblick in „Das Jahr in Bildern“ ist eine Galerie des Todes. Neben dem Irak-Krieg wird das Ableben von Charles Bronson (Schauspieler), Anna Lindh (schwedische Außenministerin), Helmut Rahn (Fußballer), Antje (Fernsehwalross), Giovanne Agnelli (Fiat-Boss), Katherine Hepburn (Schauspielerin), Jürgen Möllemann (Politiker), Barry White (Sänger), Gregory Peck (Schauspieler) und Johnny Cash (Musiker) dokumentiert. Musikalisch liefert die 20 Songs umfassende CD Titel u.a. von Liz Phair („Rock me“), Robert Wyatt („Insensatez“), Steely Dan („Things I miss the most“), Rufus Wainwright („I don’t know what it is“), Adam Green („Jessica”), The Libertines („Don’t look back into the sun”) und Wir Sind Helden („Denkmal”). Musikalisch eine der besten Diskotheken der gesamten Serie!

Anspieltipps:

  • OutKast – Hey ya!
  • Jet –Are you gonna be my girl
  • Franz Ferdinand – Darts of pleasure
  • Queens Of The Stone Age – Go with the flow
  • The Darkness – I believe in a thing called love
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