Ron Sexsmith - Time Being - Cover
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Ron Sexsmith Time Being


  • Label: V2/Rough Trade
  • Laufzeit: 41 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Musikfreunde mit Sinn für sympathische Songwriter-Alben bekommen mit „Time Being“ ein grundehrliches Rundum-glücklich-Paket vorgesetzt.

Ronald Eldon Sexsmith wird im Laufe seiner Karriere trotz einer Reihe prominenter Fürsprecher (Paul McCartney, Elton John und Chris Martin – um nur die Wichtigsten zu nennen) wohl keine Stadien mehr füllen, aber groß genug, um vom Verkauf seiner Alben zusammen mit seiner Familie ein gutbürgerliches Leben zu führen, dürfte seine Fangemeinde inzwischen sein. Dass ihm das inzwischen anscheinend selbst klar geworden ist, davon zeugt „Time Being“, das für Ron-Sexmith-Verhältnisse fast schon lebensfroh ausgefallen ist, auch wenn der Blick des Künstlers auf dem Cover eher von einem unmittelbar bevorstehenden Heulkrampf zeugt.

Welches schwere Trauma hat diesem Mann nur das Lachen genommen? Dabei besteht zum Lamentieren anlässlich dieses knapp 41-minütigen, 12 Songs umfassenden Werkes nicht der geringste Grund, besticht „Time Being“ doch einmal mehr durch hochgradig einfühlsame Kompositionen, die durch die warme Stimme des Sängers veredelt werden. Zwar haben aufgrund der weniger poppigen Produktion nicht alle Lieder so viel Rhythmus im Blut wie auf dem goldigen „Retriever“ (2004), aber das unerreichte songschreiberische Talent des Herrn Sexsmith kann diese kleine Schwäche völlig mühelos kaschieren.

Sei es das mit dem Rückenwind größerer Popularität als Single-Hit prädestinierte „All in good time“, soulige Nummern wie „Never give up“ oder das völlig untypische „The grim trucker“ – Ron Sexsmith macht selbst aus den unscheinbarsten Melodien Lieder, die man gerne in die Ohren dringen lässt. Klar, wer von „Time Being“ bahnbrechende Innovationen erwartet, versucht es lieber an anderer Adresse. Und Leute, die Sexsmith bisher als langweilig empfanden, wird auch dieses Album keines Besseren belehren. Aber Musikfreunde mit Sinn für sympathische Songwriter-Alben bekommen mit „Time Being“ (und all seinen Vorgängern) ein grundehrliches Rundum-glücklich-Paket vorgesetzt.

Anspieltipps:

  • Hands of time
  • All in good time
  • The grim trucker
  • I think we’re lost
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