Tanzwut - Schattenreiter - Cover
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Tanzwut Schattenreiter


  • Label: Pica Music/SOULFOOD
  • Laufzeit: 75 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Seit Herbst 2005 besteht das Line-Up von Tanzwut aus Teufel (Gesang), der ebenso bei Corvus Corax seine Finger im Höllenfeuer hat, Wim (Bass), Patrick (Gitarre), Norri (Drums), Hatz (Electrodrums) sowie den beiden Dudelsackspielern Castus und Ardor, der neu dazu gestoßen ist. Die grundlegende Ausrichtung der Mittelaltermusik wird von Tanzwut angenehm durch deutlich zu vernehmende Electro-, Metal- sowie Rock-Einflüsse bearbeitet und erweist sich nunmehr seit sieben Jahren als äußerst frische und tanzbare Angelegenheit.
Die Herren mit der Affinität zu längst vergessenen Zeiten erfanden sich nahezu mit jedem Album neu und präsentierten im Jahr 2004 eine Live-CD/DVD, die überschwänglich gefeiert wurde. Euphorisch spielten Tanzwut 18 neue Songs ein und bieten nun dem Fan eine Doppel-CD an, die in der limitierten Version ein 8-seitiges Digipack inklusive einem gut gefüllten Booklet und exklusivem Zugang zu einer Special Area auf der Tanzwut-Homepage offeriert und somit ein echter Leckerbissen ist.

Die Musik steht dem in nichts nach und zeigt sich vor allem auf der ersten CD in durchgehend erstklassiger Laune und mit antreibendem Songwriting, welches der Opener „Schattenreiter“ in bester Industrial-Metal Manier deutlich beweist. Pure Energie trifft auf einen unermüdlichen Hit-Faktor, der sich vor allem durch euphorisierende Dudelsack-Fanfaren und schnittige Gitarrenriffs im Ohr festsetzt. Jeder Song auf CD 1 besitzt deutliche Hinweise darauf, warum Tanzwut als individuelle und äußerst partytaugliche Rockband mit mittelalterlichem Bezug sowie dem unersetzbaren Dudelsack einen hohen Stellenwert in der Szene mit sich tragen.

Doch „leider“ gibt es da noch CD 2, deren Einsatz sich ob der relativ kurzen Gesamtspielzeit eher als unnötig erweist. Tanzwut schalten einen Gang zurück und setzen vermehrt auf Atmosphäre, die nicht die Klasse der straight rockenden ersten CD erreicht. „Der Bote“ versprüht ob seiner Hymnenhaftigkeit noch einen ausdrücklichen Charme, jedoch springt auf der zweiten CD trotz auflockernden, elektronischen Einsprengseln nur selten der Funke auf den von der ersten Scheibe noch ganz entzückten Hörer über. Mit dem letzten Track „Signum Ignitum“ richten sich Tanzwut ganz klar wieder in Richtung des absoluten Hörgenusses und verbinden in einem Instrumental energische Industrialbeats, perfekt platzierte Breaks und natürlich den gerade in dieser modernen Verpackung zur Höchstform auflaufenden Dudelsack. Als Fazit bleiben 75 kurzweilige Minuten, die unterbrochen von einigen schwachen, wenig überzeugenden Songs auf der zweiten Scheibe, Tanzwut als überdurchschnittliche Band manifestieren.

Anspieltipps:

  • Schattenreiter
  • Geisterstunde
  • Spieler
  • Gefangen
  • Signum Ignitum
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