Survivor - Reach - Cover
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Survivor Reach


  • Label: Frontiers/SOULFOOD
  • Laufzeit: 54 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Das gibt es doch gar nicht! Mit Survivor meldet sich 17 Jahre (!) nach ihrem letzten Studioalbum und kistenweise „Best Of“-CDs das (auf Europa bezogene) 1½-Hits-Wunder aus Chicago zurück, das mit seinen Songs zu den Sylvester-Stallone-Filmen Rocky III („Eye of the tiger“) und Rocky IV („Burning heart“) nicht nur Musikgeschichte geschrieben hat (Grammy-Award inklusive), sondern noch immer unzählige Sportler auf der ganzen Welt mit zackigen Riffs und hymnischen Refrains zu Höchstleistungen beflügelt.

Zur aktuellen Bandbesetzung der AOR-Götter gehören neben Gründer Frank Sullivan (Gitarre, Gesang) und Langzeitmitglied Jimi Jamison (Gesang) auch Marc Droubay (Drums) und Chris Grove (Keyboards). Als Neuzugang ist Barry Dunaway (Bass, Ex-Dokken, Ex-Yngwie Malmsteen) mit an Bord. Die neuen Stücke entstanden in einem Zeitraum von drei Monaten in Los Angeles und beweisen auch gut 20 Jahre nach ihren größten Erfolgen, dass Survivor noch immer eine Hausnummer im Melodic Rock sind. Ihr Sound hat sich (natürlich) nicht geändert. Schließlich sehen Survivor ihr Comebackalbum als eine Art Geschenk für ihre treuen Fans an.

So klingen die 12 Stücke (die zum Teil schon von Bootlegs bekannt sind) dann auch wie aus den 80er Jahren importiert: Zarte Hardrock-Anleihen („Reach“, „Fire makes steel“) treffen auf poppige Melodien mit ausreichend Raum für wunderbar altmodische Gitarrensoli („Talkin’ ’bout love“, „Nevertheless“) und schmalzige Balladen („The rhythm of your heart“, „Half of my heart“, „One more chance“, „Home“) wetteifern mit Bombastnummern der Extraklasse („Don’t give up“). Das macht Freude, für die man sicht nicht zu schämen braucht.

„Reach“ ist ein gelungenes Retro-Vergnügen für alle, die auf diese Musik schwören – auch wenn das eine oder andere Lied im Mittelmaß stecken bleibt und die AOR-Mucke auf Dauer etwas zu sehr testosterongeladen ist. Trotzdem: Unterm Strich ein schwer okayes Comeback.

Anspieltipps:

  • Reach
  • Nevertheless
  • Fire makes steel
  • Half of my heart
  • The rhythm of your heart
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