The Quill - In Triumph - Cover
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The Quill In Triumph


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 52 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Spieltechnisch gibt es nichts auszusetzen, doch etwas mehr Originalität und Raffinesse im Gegensatz zu dem was diverse Songs auf „In Triumph“ bieten darf man schon erwarten.

Die Schweden zählten in letzter Zeit am Musiksektor nicht unbedingt zu den Stillen. Bands wie Mando Diao, The Hives oder The Cardigans bestachen durch großartige Alben und trugen dazu bei, dass dem Königreich genügend Aufmerksamkeit geschenkt wurde, sodass jeder Output besonders freudig erwartet und zugleich kritisch beäugt wurde. Auch die Rocker von The Quill, bestehend aus Magnus Ekwall (Gesang), Christian Carlsson (Gitarre), Robert Triches (Bass) und Jolle Atlagic (Schlagzeug) hatten ihre Erfolge. Das selbstbetitelte Debüt liegt ganze 11 Jahre zurück und mit „In Triumph“ erscheint nun Longplayer Nummer fünf, der sich etwas vom Stoner Rock des Vorgängers „Hooray! It´s a deathtrip“ (2003) distanziert und vermehrt auf die Einbettung von straighten 70er Hardrock der Marke Black Sabbath, Led Zeppelin oder Deep Purple setzt. Mit einem Keyboard verzieren sie ihre Songs allerdings nicht mehr, die fehlende Stelle wurde nach dem Ausstieg von Anders Haglund 1997 einfach nicht wieder besetzt.

Besonders auffälliges Charakteristikum ist die Ähnlichkeit des Organs von Sänger Ekwall zu Audioslave-Schreihals Chris Cornell und Black-Sabbath-Stimme der früheren Werke Tony Martin. Fans dieser beiden Gruppen werden mit „In Triumph“ sicherlich keinen Fehlgriff tätigen, obwohl Abwechslung auf der etwas mehr als 50 Minuten dauernden LP manchmal mit der Lupe gesucht werden muss, zu sehr verlassen sich die Vier auf die wirklich astreine Produktion der Platte, die klar und mit dem nötigen Druck versehen aus den Boxen strömt. Dadurch verkommen die guten Ansätze und Ideen und die Tracks schnell zum Durchschnitt.

Spieltechnisch gibt es nichts auszusetzen, doch etwas mehr Originalität und Raffinesse im Gegensatz zu dem was diverse Songs auf „In Triumph“ bieten darf man schon erwarten, zudem im Vergleich dazu die Leistung von Ekwall äußerst solide ist. Durchaus schuld daran sind auch die Texte, die zwar eingängig konzipiert wurden, aber im Endeffekt durch stures Herunterbeten ihre Strahlkraft verlieren und trotz der stimmlich guten Performance vergessenswert erscheinen, da sie letztendlich zu nicht mehr als Stadion-Gegröle taugen.

Viele Minuspunkte, wenig Positives und trotzdem befindet sich „In Triumph“ hauchdünn über dem Durchschnitt, was vor allem an der prächtigen Produktion, massiven Riffwällen und der gesanglichen Leistung liegt. Leitspruch für den nächsten Output: „Eile mit Weile“ – denn das die Jungs was drauf haben und nichts mehr beweisen müssen, wissen wir ja. Ein solches zwischen lahm und bombastisch pendelnde Album ist daher echt nicht notwendig.

Anspieltipps:

  • Black
  • Trespass
  • Broken Man
  • Slave / Master
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