Panic! At The Disco - A Fever You Can´t Sweat Out - Cover
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Panic! At The Disco A Fever You Can´t Sweat Out


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 40 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Panic! At The Disco wären bestimmt sehr gerne eine wichtige Band.

Panic! At The Disco aus Las Vegas hallt ein Ruf voraus, der zum einen nichts Gutes vermag und zum anderen verschärften Hype-Alarm auslöst. Die jungen Herrschaften spielen nämlich einen unverschämten Mix aus Postcore, Pop-Punk und Electronica, der bei den Kids zurzeit wie Bolle ankommt, und im Internet (My Space, Pure Volume) seit Monaten sämtliche Download/Page-View-Rekorde bricht. Jetzt erscheint das Debütalbum „A Fever You Can’t Sweat Out“ auch noch beim Branchenriesen Atlantic/Warner Bros., die den Braten natürlich gerochen haben und etwas vom Hype-Kuchen abbekommen wollen.

Dabei ist zum ersten Album von Brendon Urie (Gesang, Gitarre, Keyboards), Ryan Ross (Gitarre), Brent Wilson (Bass) und Spencer Smith (Drums) eigentlich nur eine Feststellung zu machen: Die 13 Stücke sind total belangloser Kinderkram, der mit schrecklich harmlosen Melodien („But it’s better if you do“), pseudo-witzigen Texten und bandwurmartigen Songtiteln („Living is the most fun a girl can have without taking her clothes off”), ein paar versprengten Elektronikspielereien („Intermission“) und bis zur Unkenntlichkeit abgestumpften Gitarren („I write sins not tragedies“) überflüssig wie ein Kropf ist!

Panic! At The Disco wären bestimmt sehr gerne eine wichtige Band. Das musikalische Talent dazu ist nämlich sehr wohl vorhanden. Dass man die Vier aus Las Vegas dennoch nicht ernst nehmen kann, verhindern sie selbst mit einer total einfältigen Platte, die weder Fisch noch Fleisch sein will und sich dadurch gekonnt zwischen alle Stühle setzt. Schon kurios, wie sich ein Newcomer-Act in derart kurzer Zeit einen solchen Nerv-Faktor erspielen kann.

Anspieltipps:

  • I write sins not tragedies
  • Built god, then we’ll talk
  • Living is the most fun a girl can have without taking her clothes off
  • There’s a good reason these tables are numbered honey, you just haven’t thought of it yet
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