Feeder - The Singles - Cover
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Feeder The Singles


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 76 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Kauf-Rechtfertigungen gibt es genug, egal ob nun ein Feeder-Süchtiger oder ein sich auf Entdeckungsreise befindender Gitarrenmusik-Fan das CD-Regal durchstöbert.

1994 beginnt die Geschichte der Briten von Feeder, als Sänger/Gitarrist Grant Nicholas auf den Drummer Jon Lee trifft und sich Bassist Taka Hirose dazugesellt. Ihr erster richtig großer Erfolg, der sie auch auf dem europäischen Festland bekannt macht, ist das Album „Echo Park“, welches nicht nur dank des Hits „Seven Days In The Sun“ zu überschwänglichen Reaktionen aufruft. Unter dem Einfluss des tragischen Todes von Jon Lee entstehen die sehr persönlichen Lyrics und bewegenden Songs auf „Comfort In Sound“, welches den Schmerz des Verlustes eines engen Freundes nach außen trägt und ebenso den Blick nach vorne nicht verweigert. So ist Mark Richardson der neue Mann am Schlagzeug und das letzte Album, „Pushing The Senses“, fügt sich nahtlos in einen vor Trümpfen nur so strotzenden Backkatalog von Feeder ein, welcher melancholische Balladen genau so bereithält wie euphorische Rocker in bester Mitsing-Manier.

Das zwischenzeitliche Resümee fällt dann mit der Best Of-CD „The Singles“ auch überaus überzeugend aus, wobei drei neue Songs („Lost & Found“, „Burn The Bridges“ sowie „Save Us“) zum ersten Mal das Licht der Welt erblicken und einen Vorgeschmack auf den in gar nicht so ferner Zukunft stehenden neuen Langspieler präsentieren. Wie es sich für eine „Hit“-Kollektion gehört, reiht sich Hinhörer an Hinhörer. Die Augen funkeln, die Seele dankt es mit Hingabe und es bleibt kein Wunsch offen, wenn man sich durch diese Kompilierung einen ersten Eindruck vom Trio verschaffen möchte. Die Qualität ist stets überdurchschnittlich, obgleich Feeder die Rock/Pop-Szenerie nicht um entscheidende Elemente bereichern. Es regiert das Wesentliche, ohne Gefühle und die ganz großen Momente außen vor zu lassen. „Tumble & Fall“, „Feeling A Moment“ oder „Forget About Tomorrow“ sind schmachtende Perlen für die Ewigkeit, deren Existenz es unfassbar macht, dass Feeder in Deutschland nie wirklich über den Status eines Geheimtipps hinaus gekommen sind.

Antreibende Rock-Songs gibt es mit „Just A Day“, „Come Back Around“, dem besagten Gassenhauer „Seven Days In The Sun“ oder „Pushing The Senses“ auch zu genüge, so dass stets der Spannungsbogen gehalten wird und die Zusammenstellung eine eigene Dynamik aufweist, die auch langjährige Fans nicht kalt lassen kann. Für diese Klientel sollte allerdings eher die DVD-Variante in Frage kommen, auf der es sage und schreibe 25 Videos zu bestaunen gibt, welche selten bis gar nicht im deutschen Musikfernsehen aufgetaucht sind. Hinzukommen das hitverdächtige, rhythmisch höchst ansprechende „Lost & Found“, das bedächtig tänzelnde „Burn The Bridges“ und der sehnsüchtige Herzensbrecher in Form von „Save Us“ als komplett neue Werke. Kauf-Rechtfertigungen gibt es also genug, egal ob nun ein Feeder-Süchtiger oder ein sich auf Entdeckungsreise befindender Gitarrenmusik-Fan das CD-Regal durchstöbert.

Anspieltipps:

  • Just The Way I´m Feeling
  • Lost & Found
  • Just A Day
  • Comfort In Sound
  • Seven Days In The Sun
  • Turn
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